Schluss mit

Weißrussland

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Schluss mit "Anarchie im Netz"

Das autoritär regierte Weißrussland führt rund ein Jahr vor der Präsidentenwahl in den kommenden Tagen eine Internet-Zensur ein. Künftig würden Webseiten und die Internet-Nutzer streng von der Regierung und einer Sondereinheit der Präsidialverwaltung kontrolliert, berichtete die Moskauer Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Montag.

"Anarchie im Netz"
Der von zahlreichen Menschenrechtlern als "letzter Diktator Europas" bezeichnete Präsident Alexander Lukaschenko hatte zuvor die "Anarchie im Netz" kritisiert. Anfang 2011 sind in der Ex-Sowjetrepublik Präsidentenwahlen geplant, bei denen Lukaschenko erneut siegen will.

Das Internet galt bisher als letzter Raum für freie Meinungsäußerung in Weißrussland. Die Opposition fürchtet, bei der Wahl des Staatsoberhauptes ohne Medienzugang chancenlos zu bleiben. Die Regierung in Minsk hatte die strikten Mediengesetze in diesem Jahr weiter verschärft. In Weißrussland war zuletzt Lukaschenkos Chefideologe Oleg Proleskowski zum Medienminister ernannt worden.

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