Google pfuscht beim Retuschieren

Street View

Google pfuscht beim Retuschieren

Seit Donnerstagvormittag sind auch virtuelle Spaziergänge durch Berlin und Hamburg möglich: Gut zwei Wochen nach dem Deutschland-Start weitete Google seinen umstrittenen Straßenbilderdienst Street View deutlich aus.

20 Großstädte
Die Straßenzüge der 20 größten Städte Deutschlands wurden nun online gestellt. Anfang November hatte Google die ersten Panoramabilder der Gemeinde Oberstaufen im Allgäu sowie einiger Sehenswürdigkeiten und Bundesligastadien freigeschaltet (wir berichteten).

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So pfuscht Google (Bild öffnet sich durch Klick); Bild: (c) APA

Beschwerden
Gegen den Dienst hatten rund eine Viertelmillion Bundesbürger Widerspruch eingelegt, weil sie ihre Häuser nicht abgebildet sehen wollen und nun gibt es schon wieder zahlreiche Beschwerden. Denn Google nimmt die Verpixlung von Häusern, Autos oder Personen offenbar nicht allzu ernst. So sind manche Gebäude zwar aus einer bestimmten Perspektive verpixelt, betrachtet man sie jedoch aus einem anderen Winkel, sind sie in ganzer Pracht zu erkennen. Eine Google-Sprecherin kennt auch die Ursache für die Fehler. Laut ihr sei die digitle Unkenntlichmachung von kompletten Gebäuden ein extrem anspruchsvoller Vorgang. Vor allem die unterschiedlichen Perspektiven würden Probleme bereiten. Betroffene können sich über den Button "Ein Problem melden" jedoch bei Google beschweren. Dann sollen die Fehler endgültig beseitigt werden. Auch das Wegretuschieren von Autos funktioniert nicht immer perfekt, wie unser Bild (oben) zeigt.

Enttäuschte User
Andere beschweren sich auf Facebook und Twitter hingegen darüber, dass sie ihr Wohnhaus auf dem Kartendienst nicht sehen können, da Nachbarn oder andere Mieter einen Einspruch eingereicht haben. Einige konnten den Start des digtialen Straßenatlas' kaum erwarten, und waren dann sehr enttäuscht, als sie ihr geliebtes Eigenheim nicht finden konnten.

Österreich-Stand
Die Street View-Debatten dürften also auch in Deutschland weiter gehen. Bei uns dürfen die Kameraautos nach wie vor nicht rollen. Nach dem WLAN-Skandal hat die heimische Datenschutzkommission die Fahrten bis auf weiteres verboten.
 

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