TV via Handy bisher wenig genutzt

Vor DVB-H-Einführung

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TV via Handy bisher wenig genutzt

Nur fünf bis zehn Minuten sehen derzeit die Kunden etwa bei T-Mobile im Monat durchschnittlich am Handy fern. Österreichs Mobilfunker hoffen dennoch, dass mit der neuen digitalen TV-Funktechnologie DVB-H Fernsehen am Handy eine Massenerscheinung werden wird. Ein DVB-H-Pilotprojekt der Mobilkom Austria hat ergeben, dass Handy-TV mit DVB-H-Technologie durchschnittlich 30 Minuten am Tag genutzt wurde - dies aber vor allem zu Hause statt unterwegs.

Derzeit nur via Streaming
Fernsehen am Handydisplay, durch mobiles Breitbandinternet ist bereits seit dem Start von UMTS vor knapp fünf Jahren möglich. Derzeit bieten die Mobilfunkbetreiber Mobilkom Austria (A1), T-Online, One und 3 bereits Handy-TV in Österreich via Streaming an.

Handy-TV hat nur Chance vor der EM
"Konsument"-Experte Paul Srna spricht von einem vorübergehenden Hype. Kommt DVB-H nicht rechtzeitig vor der Fußball-EM, prophezeit er für Handy-TV in Österreich ein ähnlich erfolglose Schicksal wie der Videotelefonie. Zuletzt gab es Turbulenzen im Vergabeverfahren für die Übertragungsfrequenzen. Diese lösten Befürchtungen aus, dass sich DVB-H durch eine Folgerechtsstreit über Jahre verzögern könnte.

"Jede neue Technik braucht einen Aufhänger"
"Konsument"-Experte Paul Srna erklärte dazu: "Fußball ist in Österreich generell ein Zugpferd und jede neue Technik braucht einen Aufhänger". Komme die Einführung von DVB-H erst nach der EURO 2008, sehe er "schwarz für das Geschäft".

Experten glauben nicht an Erfolg
Für den Experten ist Handy-TV aber generell wieder ein Hype, wie es auch die Videotelefonie war, welche sich letztlich nicht durchgesetzt habe. "Die Leute wollen angeblich kleinere und leichtere Handys, aber einen größeren Bildschirm, das wird sich nicht ausgehen", so Srna. Zudem sei Fußball nur bedingt auf einem kleinen Handydisplay zu genießen.

"Second Screen" quer durch die Wohnung
Mobilkom-Sprecher Mattes räumte ein, dass sich die künftigen Konzepte am tatsächlichen Nutzerverhalten orientieren müssten. Viele Nutzer würden das Fernsehen am Handy eher als "second screen" (zweiten Bildschirm) nutzen, wenn sie sich in der Wohnung bewegen würden, wie etwa vom Wohnzimmer in das Badezimmer. Bei Pilotprojekten in der Schweiz und Deutschland sei man zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Wichtig sei den Testpersonen - wie bei mobilen TV nicht anders zu erwarten - auch der störungsfreie Empfang gewesen.

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