Update: Suchdienst von Google gesperrt?

China

Update: Suchdienst von Google gesperrt?

Update: Chinas Vorwürfe
Die chinesische Regierung hat dem US-Internetkonzern Google vorgeworfen, mit der englischen Version seiner Suchmaschine der Verbreitung obszönen Materials in China Vorschub zu leisten. Google in China müsse sich streng an die geltenden Gesetze halten, sagte Außenamtssprecher Qin Gang am Donnerstag. Die gegen Google ergriffenen Strafmaßnahmen bezeichnete er als gesetzeskonform. Am Mittwochabend waren einige Google-Seiten in China für etwa eine Stunde nicht zu öffnen. In der vergangenen Woche hatte die Aufsichtsbehörde Google angewiesen, auf seiner chinesischen Seite "pornografische und vulgäre" Inhalte zu blocken.

Hier können Sie den Artikel vor dem Update noch einmal lesen:

Laut amerikanischen Medienberichten hatten chinesische Internet-Nutzer am Donnerstag keinen Zugang mehr zu den Google-Diensten. Einigen Berichten zufolge waren weder die Hauptseite (google.com) des Angebots noch die chinesische Version erreichbar. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass der Suchmaschinen-Anbieter zurzeit die Angelegenheit untersucht und man hoffe, dass der Dienst bald wiederhergestellt werden könne. Eine chinesische Meldestelle für "illigale Internet-Informationen" hat Google kürzlich vorgeworfen, Links zu "vulgären und obszönen" Websites zu ermöglichen.

Unterschiedliche Angaben

Im Gegensatz zu den amerikanischen Medien, berichteten französiche, dass die chinesische Google-Website gar nicht gesperrt war und die allgemeine nur für zwei Stunden nicht erreichbar war und seit mehreren Stunden wieder uneingeschränkt funktioniere. Vor einiger Zeit wurden ja (wir berichteten) mehrere ausländische Dienste, wie Twitter oder die neue Microsoft-Suchmaschine Bing, vorübergehend komplett gesperrt, um mögliche Ausschreitungen und Demonstrationen zu einer Gedenkfeier zu verhindern. China sperrt alle Internet-Angebote, die Inhalte zugänglich machen, welche der Regierung ein Dorn im Auge sind. Google hat jedoch vor einigen Jahren ein Abkommen mit der Regierung in Peking beschlossen, bei dem sich der Konzern verpflichtete,obszöne und vulgäre Suchergebnisse wegzufiltern. Warum die Seite nun doch gesperrt war oder ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klären.

Filtersoftware weiter umstritten
Unterdessen forderte die US-Regierung die Behörden in China auf, auf ihre Pläne für die Einführung eines Internet-Filters auf allen neu verkauften Personalcomputern zu verzichten. In einem Brief an die zuständigen Behörden in Peking erklärten Wirtschaftsminister Gary Locke und der Handelsbeauftragte Ron Kirk, die Anordnung könnte einen Verstoß gegen die chinesischen Verpflichtungen zum freien Handel darstellen. Auch hätten die PC-Hersteller nicht genügend Zeit gehabt, um die Anordnung umzusetzen.

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