Wikitude will sich frisches Geld holen

Heimisches Start-up

Wikitude will sich frisches Geld holen

Das Salzburger Internet-Start-up Wikitude will sich bis Ende April frisches Geld von Investoren holen. "Wir planen derzeit eine Finanzierungsrunde unter bestehenden und neuen Investoren", sagte Geschäftsführer Martin Herdina im APA-Interview. Die Summe ist zwar noch geheim, soll aber im Millionenbereich liegen.

Augmented Reality App
3 Millionen Euro an Investorengeldern stecken bereits in dem Softwareunternehmen, das, wie berichtet, mit seiner App weltweit bekannt wurde. Wikitude setzt auf "Augmented Reality" (AR), also auf Technik, die die Realität mit Zusatzinfos erweitert - etwa dass das Smartphone anzeigt, wie der Berg heißt, vor dem man steht. Nicht erst seit Google an seiner Datenbrille "Glass" bastelt, gilt AR in der IT-Branche als Zukunftstrend. Die Wikitude-App wurde mittlerweile 26 Millionen Mal heruntergeladen und ist auf einigen Geräten bereits vorinstalliert. Mit der App lässt sich aber schwer Geld verdienen, gestand Herdina ein.

Verkauf von Lizenzen
Deshalb setzt das Unternehmen seit zwei Jahren auf den Verkauf von Lizenzen. "Wir verkaufen die Wikitude-Technologie an Programmierer", erklärte Herdina. Ein solcher Software Development Kit (SDK) kostet pro Plattform laut Listenpreis 1.500 Euro. Die AR-Software der Salzburger stecke unter anderem in der offiziellen App der olympischen Spiele in London 2012 oder in den AR-Skibrillen von Recon Instruments. Auch mit Sony und Epson gibt es laut Herdina enge Geschäftskontakte.

Mit dem neuen Geschäftsmodell kommt nun auch Geld in die Kassen. 2013 lag der Umsatz bei 380.000 Euro, wobei 200.000 Euro allein in der zweiten Jahreshälfte flossen. Für 2014 peilt Herdina einen Umsatz von 1 Mio. Euro an, im laufenden Jahr will Wikitude auch erstmals keine Verluste mehr schreiben. Der erste Gewinn wird 2015 erwartet und soll reinvestiert werden. Die Umsatzprognose lautet für 2015 auf 2,2 Mio. Euro und für 2016 auf 4,5 Mio. Euro.

14 Mitarbeiter
Wikitude hat mittlerweile 14 Mitarbeiter, davon 11 Techniker. Zuletzt war das Unternehmen mit fünf bis zehn Mio. Euro bewertet. Beteiligt ist laut "FirmenCompass" unter anderem der Wiener Risikokapitalgeber Gamma Capital Partners (GCP), der über seine Luxemburger Tochter Gamma III 30,1 Prozent der Anteile hält. Die in der Wiener Start-up-Szene umtriebige Cielo Privatstiftung hält 7,2 Prozent. Gründer Philipp Schneeweis-Breuss gehören 31,6 Prozent.

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