Funktionieren iPhones im Auto bald nicht mehr?

Automatische Sperre

Funktionieren iPhones im Auto bald nicht mehr?

In Österreich wurden die Regeln für die Verwendung des Handys am Steuer im Vorjahr zwar massiv verschärft, dennoch nutzen viele Autofahrer ihr Smartphone nach wie vor ohne Freisprecheinrichtung oder schreiben SMS, WhatsApp-Nachrichten, etc. Die damit verbundene Ablenkung führt immer wieder zu schweren Unfällen. Wenn es nach einem US-Bürger geht, soll das aber zumindest für iPhone-Besitzer künftig der Vergangenheit angehören.

Sammelklage eingereicht

Der Kalifornier Julio Ceja will Apple nun dazu bringen, dass der Konzern eine Sperrfunktion auf seinen Smartphones installiert. Diese soll dafür sorgen, dass der Autofahrer das iPhone während der Fahrt nicht mehr verwenden kann. Für die Mitfahrer gilt das natürlich nicht. Damit wolle er dafür sorgen, dass die steigende Zahl an schweren Verkehrsunfällen sinke. Ceja gibt Apple eine direkte Mitschuld daran und nimmt sein Anliegen äußerst ernst.  Nun hat er deshalb sogar eine Sammelklage eingereicht.

Technik liegt seit Jahren in der Apple-Schublade

In der Klagschrift ist auch zu lesen, dass Apple bereits seit drei Jahren ein Patent besitze, das den geforderten Sperrmechanismus ermöglicht. Laut Ceja war sich Apple der potenziellen Gefahren schon bei der Einführung des ersten iPhones vor 10 Jahren bewusst. Die Technik, bestimmte Funktionen (SMS schreiben, Lesen von Nachrichten, etc.) für einen Autofahrer automatisch zu deaktivieren, liege schon jahrelang in den Konzernschubladen. Apple setze sie nur deshalb nicht ein, weil der Konzern einen Absatzrückgang beim iPhone befürchte.

Verkaufsstopp gefordert

Ceja will mit seiner Klage nun ein Verkaufsverbot für iPhones, die ohne den Sperrmechanismus verkauft werden, erwirken. Zudem sollen alle bisher verkauften Apple-Smartphones per Software-Update mit dem Feature ausgestattet werden. Der Kalifornier engagiert sich nicht aus heiterem Himmel so stark. Laut heise.de war er nämlich selbst ein Opfer eines Unfalls, der durch eine von einem iPhone abgelenkte Verkehrsteilnehmerin ausgelöst wurde. Die Frau krachte ihm bei roter Ampel von hinten auf sein Auto, weil sie statt nach vorne auf ihr Smartphone blickte. Ceja erlitt dabei eine Rückenverletzung.

Ob sich der Kalifornier durchsetzt, muss nun das Gericht entscheiden. Falls er tatsächlich gewinnen sollte, dürfte sich die Einführung der Sperre aber zunächst nur auf den US-Bundesstaat Kalifornien, in dem Apple auch seinen Konzernsitz hat, beschränken.

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