So funktioniert Apples gratis Cloud-Dienst

Ab in die Wolke

So funktioniert Apples gratis Cloud-Dienst

Apple verlagert die Speicherung von Daten und Musik ins Internet. Mit iCloud will der US-Konzern Konkurrenten wie Google und Amazon (Cloud Drive) auf diesem zukunftsträchtigen Markt auf den Fersen bleiben. Nutzer der beliebten iPhones, iPads und Macs können künftig Daten in der virtuellen Welt ansiedeln und so den Speicherplatz auf ihren Geräten entlasten. Wie an dieser Stelle live berichtet, führte der nach wie vor erkrankte Steve Jobs am Montag auf der jährlichen Entwickler-Konferenz (WWDC) in San Francisco die Präsentation des neuen und lange erwarteten Cloud-Computing-Angebots mit seinen üblichen Worten "one more thing" ein. Zuvor wurde allein seine Anwesenheit mit stehenden Ovationen der rund 5.000 anwesenden Apple-Jünger gefeiert.

Diashow Steve Jobs zeigt Apple-Neuheiten

Apple Worldwide Developers Conference in San Francisco

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Apple Worldwide Developers Conference in San Francisco

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Ausgelagerte Daten
Mit Hilfe des internetbasierten Dienstes iCloud können Apple-Kunden Dokumente, Fotos und Musik auf den Servern des Silicon-Valley-Konzerns speichern. Laut Jobs können Nutzer Buch- und Musikkäufe sowie Kalendereinträge in der Datenwolke teilen. Apple wird kostenfrei fünf Gigabyte zur Verfügung stellen - genug für rund 1.000 Songs. Für weiteren Platz muss dann gezahlt werden.

"Neue Form des Medienkonsums"
Analysten sind der Meinung, dass iCloud eine neue Form des Medienkonsums kreieren könnte. In den USA wird die Beta-Version ab Montag verfügbar sein. Im Gegensatz zu den Diensten von Google und Amazon wird der neue Dienst iTunes Match die Festplatten scannen und die Musik in der Datenwolke abrufbar machen. Bei der Konkurrenz müssen Kunden jeden Song selbst hochladen.

Fakten zu Cloud Computing und iCloud
Prinzip: War es bisher notwendig, Programme auf dem Computer zu installieren oder Daten lokal abzuspeichern, entfällt das beim Cloud Computing. Die Software läuft auf großen Servern irgendwo auf der Welt, die Nutzer rufen sie über ihren Internetbrowser auf. Das kann von jedem Computer geschehen - zu Hause, auf der Arbeit oder sogar vom Smartphone. Gleiches gilt für Dateien: Nutzer des Apple-Musik-Programms "iTunes" etwa sollen bei "iCloud" ihre Musik nicht mehr länger auf einem speziellen Gerät, sondern auf einem Apple-Server im Internet abspeichern können.

Was ist neu? Beim Lesen und Schreiben von E-Mails bewegen sich die meisten Nutzer schon seit langem in der Wolke, ohne sich dessen bewusst zu sein. Wer seine E-Mails nicht über ein Programm wie Thunderbird oder Outlook, sondern über eine Internetseite abruft, betreibt Cloud Computing. Diese Webmail-Dienste leiden mittlerweile auch nur noch selten unter umständlicher Bedienung, langen Wartezeiten oder zu wenig Speicherplatz.

Der Onlinespeicher:
Das Speichern von Dokumenten im Internet hat zwei Vorteile: Es ist eine einfache Möglichkeit, Backups zu machen - und die Dateien sind von überall zugänglich. So sollen auch Apple-Nutzer mit Hilfe von "iCloud" ihren virtuellen Musikschrank und andere Daten überall dort öffnen können, wo sie Internetzugang haben. Neben solchen Onlinespeichern gibt es mittlerweile aber auch Dienste wie Dropbox, die automatisch die Dateien zwischen gleich mehreren Computern synchronisieren können und immer überall die aktuellste Version zur Verfügung stellen. Sie erlauben es, Dokumente jederzeit von jedem Rechner zu bearbeiten.

Datenschutz und Sicherheit: Die große Herausforderung beim Cloud Computing ist die Sicherheit. Wenn alle Dienste und Daten auf Servern im Internet liegen, werden diese Großrechner zum begehrten Angriffsziel für Cyberkriminelle. Viele Angebote stammen zudem bisher von Firmen aus den USA, die die deutlich strengeren Datenschutz-Bestimmungen der EU nicht beachten. Auch gestehen sich manche Anbieter Nutzungsrechte für die Dateien der Nutzer zu. Verbraucher sollten sich daher genau überlegen, ob und welche Daten sie einem Cloud-Anbieter anvertrauen wollen.

Jobs bei den wichtigen Sachen mit dabei
Für Jobs war es nach der Präsentation des iPad 2 erst der zweite Auftritt in der Öffentlichkeit, seit er sich im Jänner erneut eine krankheitsbedingte Auszeit genommen hat. Einige Neuheiten stellte dann auch sein Team vor. "Es war gut, ihn trotz seiner Auszeit zu sehen", sagte Analyst Shaw Wu von Sterne Agee. Zudem sei es gut gewesen, festzustellen, dass Apple keine "Ein-Mann-Show" sei.

Vor Beginn der fünftägigen Entwickler-Konferenz hatte die Apple-Aktie Gewinne verzeichnet. Im Tagesverlauf ging es dann jedoch abwärts, die Anteilsscheine schlossen in einem schwachen Marktumfeld mit einem Minus von 1,6 Prozent. Daniel Ernst von Hudson Square Research begründete diese Entwicklung damit, dass die Präsentation recht langweilig gewesen sei. "Es ist alles gut, aber jeder erwartet leider immer, dass sie übers Wasser gehen", sagte Ernst.

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