11. Jänner 2012 08:19
Der Chip-Marktführer Intel
unternimmt einen neuen Anlauf, um seine bei PCs dominierende Technik auch aufs Smartphone zu bringen. Vorstandschef Paul Otellini stellte auf der Computermesse Consumer Electronics Show (CES) 2012 in Las Vegas eine Referenz-Plattform auf der Basis des Google-Systems Android vor, die von Handy-Herstellern für eigene Modelle umgesetzt werden kann. Als erstes Smartphone auf der Basis einer Intel-Architektur präsentierte Lenovo
das Gerät K800 (siehe Bild), das bereits im zweiten Quartal auf den Markt gebracht werden soll. Ein weiterer Intel-Partner ist Motorola.
Ausstattung K800
Lenovos K800 wird über ein 4,5-Zoll-Display mit einer hohen Auflösung von 1280 × 720 Pixel bedient. Als Antrieb kommt ein Atom Z2460-Prozessor mit einer Taktrate von 1,6 GHz zum Einsatz. Neben einer Frontkamera für Videoanrufe ist auf der Rückseite eine 8 MP-Kamera mit Autofocus und LED-Blitz verbaut, mit der auch HD-Videos aufgenommen werden können. Neben WLAN, Bluetooth und A-GPS ist auch eine HSPA+-Unterstützung mit an Bord. Weitere Details sind nicht bekannt. Als Betriebssystem kommt Googles Android 4.0 "Ice Cream Sandwich"
zum Einsatz.
Auch für Tablets geeignet
"Wir sind überzeugt, dass Handys mit der Intel-Plattform eine einmalige Nutzererfahrung vermitteln", sagte Otellini am Dienstag (Ortszeit). Das Referenzdesign für Smartphones sei eine produktionsfertige Plattform, die von Herstellern mit ihrer eigenen Technik ergänzt werden könne. Zu den Bestandteilen der Plattform gehören neben speziellen Chips mit dem Codenamen Medfield eine Kamera mit einer Auflösung von acht Megapixeln und eine HDMI-Schnittstelle für das Abspielen von Videos. Ergänzend zu der Smartphone-Plattform stellte Intel auch ein Referenzdesign für die Chip-Technik von Tablet-Computern vor.
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