Musikindustrie klagt auf 1,65 Billionen Dollar

Lächerlich

 

Musikindustrie klagt auf 1,65 Billionen Dollar

Das die US-Musikindustrie RIAA derzeit versucht mit tausenden Klagen der unkontrollierten Verbreitung von Musik Herr zu werden, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Die neueste Klage, die die RIAA gegen die russische Kaufmusik-Seite AllofMp3.com eingebracht hat, sprengt nun aber eindeutig jede Grenze der Ernsthaftigkeit.

Phantasierechnung der RIAA
Laut RIAA-Rechnung verursacht jeder gekaufte Song einen Schaden von 150.000 Dollar, weil - so die Vertreter der RIAA - diese Musikfiles ja dann wieder illegal getauscht werden, und so eine Kettenreaktion entsteht. Da von AllofMp3.com nun schon viele Millionen Musikstücke gekauft wurden, kommt die RIAA auf die endgültige Klagssumme von - kein Witz - 1650 Milliarden Dollar. Das sind rund 10 Prozent der Gesamtwirtschaftsleistung der Europäischen Union!

Dem Beklagten kanns ohnehin egal sein: Da die Klage in New York eingebracht wurde (und den meisten wohl klar sein dürfte, dass New York nicht in Russland liegt), kann AllofMp3.com nicht wirklich belangt werden - selbst wenn es zu einem Schuldspruch in New York kommen sollte. In Russland selbst wäre eine Klage kaum zu gewinnen, da AllofMp3 sich an geltendes russisches Recht hält und brav Urheberrechtsgebühren an die russische Verwertungsgesellschaft zahlt.

Baklagter macht weiter
AllofMp3.com zeigt sich übrigens gänzlich unbeeindruckt und will den Verkauf von Musik zu günstigen Preisen (ein Song kostet je nach Encoding-Qualität ca. 8 Cent) auf jeden Fall fortsetzen.

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