Echte Flaggschiff-Alternative

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Das neue Nokia 7 Plus im großen Test

Seit kurzem ist das neue Nokia 7 Plus in Österreich erhältlich. Wir hatten in den letzten beiden Wochen die Gelegenheit, das ambitionierte Mittelklasse-Smartphone von HMD Global ausgiebig zu testen. Wie es sich dabei geschlagen hat lesen Sie in den folgenden Absätzen.

nokia-7-plus-test-960-me.jpg © oe24.at/digital

Erster Eindruck und Bedienung

Seit sich das finnische Unternehmen für die aktuellen Nokia-Smartphones verantwortlich zeigt, sind bereits mehrere Android-Smartphones in den Handel gekommen. Optisch und haptisch weiß das Nokia 7 Plus auf Anhieb zu gefallen. Das 6 Zoll große Mittelklasse-Smartphone (158,38 x 75,64 x 9,5 mm) setzt auf ein fast randloses Display. Deshalb liegt es trotz des großen Touchscreens ordentlich in der Hand und lässt sich auch einhändig ganz gut bedienen. Nur mit kurzen Fingern ist es etwas mühsam, an den oberen Rand zu kommen. Zudem macht sich nach einiger Zeit das Gewicht von 183 Gramm bemerkbar. Die Materialien wirken durchwegs hochwertig. Da die Rückseite nicht aus Glas gefertigt ist, gibt es auch keine lästigen Fingerabdrücke. Zudem rutscht es deutlich weniger als manche Flaggschiff-Modelle der Konkurrenz. Auf der rechten Seite befinden sich die einzigen verbliebenen mechanischen Tasten – der Lautstärkenregler sowie der Ein- und Ausschaltknopf, über den auch das Display aktiviert wird.

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Auf der Rückseite ist eine Dual-Kamera integriert. Sie ist mittig und vertikal angeordnet. Zwar ragt sie zwar etwas über das Gehäuse hinaus, dank der mittigen Anordnung wackelt das Smartphone aber nicht, wenn man es auf den Tisch legt und am Display herumtippt. Beim Huawei P20 Pro und beim iPhone 8 Plus, bei denen die Kamera seitlich integriert ist, sieht das ja bekanntlich anders aus. Unter der Kamera sitzt der Fingerabdruckscanner. Er ist ideal erreichbar und funktionierte im Test äußerst zuverlässig. Die schwarz-kupferne Optik unseres Testgeräts kam bei den meisten Betrachtern gut an. Von vielen wurde das Nokia 7 Plus als deutlich teurer eingeschätzt, als es eigentlich ist. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass das Smartphone über eine herkömmliche Kopfhörerbuchse (3,5 mm-Klinke) verfügt. Während sie Samsung beim Galaxy S9 unten verbaut, sitzt sie beim Nokia-Handy oben. Wir erachten diese Anordnung als etwas praktischer, das ist jedoch Geschmackssache. Unten sind der USB-C-Anschluss und die Lautsprecher integriert. Die Sprachqualität war während des Tests sehr gut. Für den Gesprächspartner ist man stets einwandfrei zu hören. Zudem konnte im Test auch die Freisprechfunktion über die Lautsprecher überzeugen.

nokia-7-plus-test-960-me6.jpg © oe24.at/digital

Performance und Display

Beim Blick ins Datenblatt fällt auf, dass HMD Global beim Nokia 7 Plus, bei dem es sich um ein Mittelkasse-Smartphone handelt, auf eine ordentliche Ausstattung setzt. Der Qualcomm Snapdragon 660 Chip (4 x 2,2 GHz + 4 x 1,8 GHz) kann zwar mit aktuellen Prozessoren der Top-Smartphones nicht ganz mithalten, reicht im Alltag jedoch vollkommen aus. Dafür sorgen auch die 4 GB RAM, die ihm zur Seite stehen. Für die Grafikleistung ist eine flotte Adreno 512 zuständig. Der interne Speicher von 64 GB ist via microSD-Karte auf bis zu 256 GB erweiterbar. Das Display im 18:9 Format bietet zwar "nur" eine FullHD+-Auflösung (2.160 x 1.080 Px; 402 ppi), überzeugte im Test aber trotzdem mit einer ordentlichen Darstellungsqualität. Hier zeigte sich einmal mehr, dass diese Auflösung für Touchscreens dieser Größe im Alltag vollkommen ausreicht. Da zudem die Helligkeit sehr hoch eingestellt werden kann, bleibt das Smartphone auch bei Sonneneinstrahlung noch halbwegs gut ablesbar. Gegenüber Konkurrenzprodukten mit QHD-Auflösung müssen also nur bei VR-Anwendungen Abstriche in Kauf genommen werden. Funktionen wie WLAN ac, Bluetooth, LTE (Cat 12) und NFC runden die Ausstattung ab.

nokia-7-plus-test-960-me4.jpg © oe24.at/digital

Kameraausstattung

Gute Kameras zählen für den Großteil der Smartphone-Käufer zu den wichtigsten Kaufkriterien. Das gilt mittlerweile auch für die Geräte aus der Mittelklasse. Das wissen natürlich auch die Finnen und statten das Nokia 7 Plus diesbezüglich ordentlich aus. Hier arbeitet HMD Global mit den Fotospezialisten von Zeiss zusammen. Als Hauptkamera ist eine Dual-Kamera mit 13 MP Haupt- (1,8 Blende) und 12 MP Zweitsensor (2,6 Blende) verbaut. So gerüstet, macht das Smartphone wirklich gute Aufnahmen. Mit den derzeitigen Spitzenreitern Huawei P20 Pro, Samsung Galaxy S9+ oder iPhone X kann es zwar nicht ganz mithalten, diese kosten dafür aber auch mehr als doppelt so viel. Bei schlechten Lichtverhältnissen sorgt ein Dual-LED-Blitz dafür, dass Fotos auch bei schwierigen Gegebenheiten eine ausreichende Qualität bieten. Zudem ist im Test die kurze Reaktionszeit positiv aufgefallen. Auch Videofans kommen auf ihre Kosten. Hier lauten die Eckdaten bis zu 3.840 x 2.160 Pixel mit 30 Fps. Die maximale Flamerate beträgt 120 Bilder pro Sekunde. Über eine eigene Kamera-App können ambitioniertere Fotografen auch viele Parameter selbst einstellen. Vorne ist eine 16 Megapixel-Kamera mit 2,0 Blende installiert. Bei gutem Licht sorgt sie für wirklich gute Selfies. Und auch bei Videoanrufen lässt die Frontkamera nichts anbrennen.

nokia-7-plus-test-960-me5.jpg © oe24.at/digital

Software und Akku

Als Betriebssystem ist die aktuelle Android-Version 8 „Oreo“ vorinstalliert. Hier geht HMD Global im Vergleich zu vielen anderen großen Herstellern jedoch einen eigenen Weg, der bei vielen Usern gut ankommen dürfte. Die Finnen setzen nämlich auf ein fast reines Android ohne eigener Benutzeroberfläche. Bei dieser Android-One-Strategie wird eng mit Google kooperiert. Damit bekommen Nutzer von Nokia-Smartphones auch die neuesten Updates sehr schnell zur Verfügung gestellt. Bei anderen Herstellern muss man ja oft Monate auf eine neue Android-Version oder wichtige Sicherheitsupdates warten. Bei der Akkuleistung hatte das Nokia 7 Plus noch eine echte Überraschung parat. Denn obwohl das Display sehr groß und die Rechenleistung absolut ausreichend ist, konnte die Laufleistung im Test voll und ganz überzeugen. Die Batterie, die eine Kapazität von 3.800mAh aufweist, sorgt dafür, dass man das Smartphone meistens nur jeden zweiten Tag aufladen muss. Wer es nicht allzu sehr beansprucht, kommt auch drei Tage über die Runden. Da wäre also die Schnellladefunktion, die für eine Vollladung nicht einmal zwei Stunden in Anspruch nimmt, gar nicht notwendig. Dennoch ist es natürlich gut, sie zu haben.

>>>Nachlesen:  Nokia 7 Plus ab sofort in Österreich

Fazit

HMD Global hat mit dem neuen Nokia 7 Plus eines der derzeit besten Mittelklasse-Smartphones am Start. Das Gerät überzeugt nicht nur mit seiner Optik und der guten Verarbeitung, sondern ist auch in Sachen Performance und Kameraausstattung nicht weit von den deutlich teureren Flaggschiff-Modellen entfernt. Bei der Laufleistung und bei der Android-Versorgung ist es ihnen sogar überlegen. Und auch das Festhalten am Klinkenstecker wird viele Interessenten freuen. Wenn das Smartphone auch noch wasserfest wäre, gäbe es eigentlich gar nichts zu kritisieren. Denn auch der Preis des Nokia 7 Plus geht mit 399 Euro (UVP) voll in Ordnung. Bei Online-Händlern ist es sogar schon etwas günstiger zu haben. Wer sich jetzt noch mit einer der beiden Farbvarianten (Schwarz/Kupfer oder Weiß/Kupfer) anfreunden kann, bekommt ein günstiges Smartphone mit ambitionierter Ausstattung, dass sogar den Flaggschiff-Modellen gefährlich werden könnte.

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