Preiskampf geht laut T-Mobile weiter

Gut für Handy-Kunden

Preiskampf geht laut T-Mobile weiter

Der zweitgrößte heimische Handynetzbetreiber T-Mobile Austria konnte 2011 seine Kundenbasis - gezählt nach SIM-Karten - zwar um 7 Prozent auf über 4 Millionen steigern, musste bei Umsatz und Ergebnis dennoch deutliche Einbußen hinnehmen. Während der Umsatz um rund 60 Mio. bzw. 6 Prozent auf 924 Mio. Euro zurückging, gab das adjustierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um rund 30 Mio. bzw. 10 Prozent auf 253 Mio. Euro nach. Der durchschnittliche Gesprächsumsatz pro Kunde ging von 21 auf 18 Euro zurück. Auch für 2012 erwartet der Vorsitzende der T-Mobile-Austria-Geschäftsführung, Robert Chvatal, kein Ende des Preiskampfes.

Markt wird schrumpfen
Heuer dürfte der heimische Mobilfunkmarkt um sechs Prozent und damit stärker als der europäische Markt schrumpfen, erwartet Chvatal. Am österreichische Markt gebe es ein Überangebot und er sei überreguliert. So gebe es zum Beispiel die gesetzliche 60 Euro-Obergrenze in anderen Ländern nicht.

Investitionen könnten gebremst werden
Sollten die Umsatz- und Ergebnisrückgänge in diesem Ausmaß anhalten, werde es schwer sein, das bisherige jährliche Investitionsvolumen von rund 100 Mio. Euro aufrecht zu erhalten. 2011 wurden 102 nach 116 Mio. Euro investiert. Die "Kostenbasis" werde man auch mit natürlichen Fluktuationen bei den Mitarbeitern anpassen können. 2011 seien bereits einige Positionen nicht mehr nachbesetzt worden, der Personalstand von 1.300 auf 1.250 reduziert worden. Weiter investieren will Chvatal aber jedenfalls in die nächste Generation des Mobilfunknetzes (LTE) und das nationale Roaming. Zu letzterem wurde im Dezember 2011 eine langfristige Kooperation mit Hutchsion 3G Austria ("3") abgeschlossen.

Heimmarkt sei ein Paradies für Kunden
"Österreich ist noch immer ein Paradies für Mobilfunk", so Chvatal weiter. Die Marktdurchdringung mit SIM-Karten sei im Vorjahr von 146 auf 153 Prozent gestiegen, jene für das mobile Internet von 21 auf 25 Prozent. Gleichzeitig hätten sich die Marktanteile der Anbieter kaum geändert, A1-Telekom liege bei 41 Prozent, T-Mobile bei 31 Prozent, Orange bei 18 Prozent und "3" halte bei 9 Prozent.

Zur geplanten Übernahme von Orange durch "3", meinte Chvatal, die Konsolidierung am österreichischen Markt sei erwartet worden und richtig. In diesem kapitalintensiven Geschäft sei es schwierig, mit kleinen Marktanteilen große Investitionen durchzuführen. Er erwarte sich von den Regulierungsbehörden eine "faire Entscheidung" hinsichtlich möglicher Auflagen. Chavtal befürchtet vor allem eine Dominanz am Datennetzsektor. Andere Themen seien "Frequenzen" und "nationales Roaming". "Wir werden uns positionieren, wenn alles auf dem Tisch liegt", meinte
dazu Finanzchef Wolfgang Kniese.

Keine Äußerungen zu den Telekom-Vorwürfen
Zu den Vorwürfen gegenüber dem Mitbewerber Telekom Austria, die gerade im parlamentarischen Korruptionsuntersuchungsausschuss thematisiert werden, wollte sich Chvatal nicht direkt äußern, meinte aber, T-Mobile Austria werde langfristig davon profitieren, dass die Geschäftsmodelle der österreichischen Mobilfunkanbieter nicht nachhaltig seien.

Nächste Woche startet der Mobile World Congress in Barcelona
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Technik-Trends des Jahres:

Diashow Fotos von den Technik-Trends 2012

Smartphones

2012 kommen die ersten Smartphones mit superschnellen Quad-Core-Prozessoren mit einer Taktrate von bis zu 1,5 GHz in den Handel. Die Displays werden noch schärfer und bessere Akkus versprechen eine längere Laufzeit. Highlights sind das iPhone 5, das HTC One X, das LG 4X HD sowie das Galaxy S3 (im Bild).

Tablets

Bei den boomenden Tablet-Computern sieht die Lage nicht viel anders aus. Auch hier kommen 2012 Geräte mit noch schnelleren Prozessoren und verbesserten Displays auf den Markt. Außerdem werden die Touch-Computer dank einer stärkeren Vernetzung (siehe weiter unten) noch vielseitiger.

Spiele

2012 trumpft die Nintendo dann mit der völlig neuen Wii U auf. Sie soll der PS3 und der Xbox 360 Kunden abjagen. Sony bringt am 12. Februar seine mobile Highend-Konsole Playstation Vita auf den Markt. Sie kann zwar keine dreidimensionalen Inhalte darstellen, liefert dafür aber eine bahnbrechende Grafik und eine völlig neue Steuerung.

Software

Bei den Betriebssystemen steht 2012 ganz im Zeichen von Microsoft. Denn im kommenden Jahr bringt der Software-Riese Windows 8 auf den Markt. Der Windows 7-Nachfolger wurde komplett neu entwickelt und ist auch für den Einsatz auf Tablet-Computern vorbereitet.

3D-Fernseher

Hier wird sich in diesem Jahr der 3D-Standard durchsetzen. Neue Geräte werden diese Technik von Haus aus integriert haben. Die Kunden können dann selbst entscheiden, ob sie sie verwenden wollen, oder eben nicht.

Smart TVs

Die sogenannten Smart-TVs ermöglichen es den Nutzern über Apps oder spezielle Browser direkt im Internet zu surfen. Da die Techniken immer weiter verbreitet werden, dürften auch die Preise noch einmal deutlich fallen. Vor allem aktuelle 3D- und Smart-TVs dürften deutlich billiger werden.

Ultrabooks

Bei den mobilen Rechnern heißt die Devise "dünn, leicht, schnell und stark". All diese Ansprüche erfüllen die neuen Ultrabooks problemlos. Sie setzen auf SSD-Festplatten, schnelle Chips, gute Grafik und eine lange Laufleistung.

Fotografie

Nicht weniger als eine Revolution der Fotografie hat das amerikanische Start-Up Lytro im Sinn, das seine Kameras im Frühjahr auf den Markt bringen will. Dank ausgefeilter Linsen-Technik soll man erst knipsen und dann auf bestimmte Bereiche scharfstellen können. Polaroid legte unterdessen die klassische Sofortbildkamera als digitale Version neu auf.

Heimnetzwerke

Darüber hinaus wird das Jahr 2012 auch im Zeichen der Vernetzung stehen. Heimnetzwerke dürften dank vereinfachter Technik, günstigeren Preisen und einer größeren Auswahl an Geräten den Durchbruch schaffen.

Near Field Communication

Schon 2011 brachten sich die Anbieter mobiler Bezahlsysteme in Position - 2012 soll der Vorstoß in den Alltag kommen. Als wichtigste Voraussetzung gilt, dass mehr Smartphones einen Chip für die Funktechnik NFC (Near Field Communication) bekommen, mit der die meisten Bezahlsysteme der rivalisierenden Dienstleister laufen.

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