Desktop-PC

"Gaming-Maschine" HP Omen X im Test

Mit der Omen-Reihe ist HP im Vorjahr groß in den boomenden Gaming-Markt eingestiegen. Wir konnten nun den Desktop-Gaming-PC der neuen Hardware-Linie testen. Wie sich der Omen X dabei geschlagen hat, lesen Sie in den folgenden Absätzen.

Design und Größe

Schon bei der Anlieferung des Pakets wird klar, dass hier klotzen statt kleckern angesagt ist. Der Omen X ist nicht nur groß, er bringt auch stolze 28 Kilogramm auf die Waage. Sobald man den Rechner ausgepackt hat, sticht das coole Design ins Auge. Die Würfelform mit einer Seitenlänge von 50 cm (!) ist ein absoluter Hingucker. Obwohl die Standfüße zunächst etwas unterdimensioniert wirken, sind sie äußerst stabil und sorgen für einen  perfekten Halt. Die ungewöhnliche Standform – der Würfel steht auf einer Kante – erfüllt einen konkreten Zweck. Da es so gut wie keine Auflagefläche gibt, können alle sechs Seiten zur Lüftung verwendet werden.

hp-omen-x-960-test1.jpg © HP Quadratisch, praktisch und gut? Ein Hingucker ist der Omen X allemal.

Ausstattung

Hier muss zunächst geklärt werden, dass der Omen X ab 2.499 Euro zu haben ist. Uns hat HP aber das Top-Modell (900-053) zur Verfügung gestellt. Dieses schlägt zwar mit satten 3.999 Euro (UVP) zu Buche, ist dafür aber auch mit allem ausgestattet, was das Gamer-Herz begehrt. Alle wichtigen Anschlüsse (USB 3.0, USB-C, HDMI, Ethernet, Optical Out, 3,5 mm Klinke und SD-Slot) und Laufwerke (DVD) sind natürlich bei allen Varianten mit an Bord. Das Motherboard und der Laufwerkbereich sind getrennt. Und auch das 1300 Watt Netzteil findet seinen eigenen Platz. An der Vorderseite ist ein großer Gehäuselüfter montiert, der kühle Luft in den Gaming-Rechner scheffelt. Die im Inneren aufgewärmte Luft, wird über den Lüfter der CPU-Wasserkühlung an der Oberseite hinausbefördert.

HP stattet den getesteten Omen X mit zahlreichen Highend-Komponenten aus. Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen zählen Intel i7-6700K (4 GHz, 6. Generation), 32 GB RAM (4 x 8 DDR4-2133 SDRAM), 512 GB PCIe NVMe M.2 SSD, 3 TB 7200 U/min SATA und zwei Nvidia GTX 1080 (8 GB GDDR5X). Letztere kommen im SLI-Verbund daher. Wenn statt dem DVD-Brenner noch ein Blu-ray-Laufwerk mit an Bord wäre, hätten wir an der Ausstattung nichts auszusetzen.

Performance

Die Voraussetzungen für einen enormen Gaming-Spaß sind also gegeben. Wir haben den Omen X bei unserem Test an einen 55 Zoll großen 4K-Fernseher von Philips angeschlossen. Und was wir auf dem großen Bildschirm zu sehen bekamen, war schlichtweg atemberaubend. Klarerweise haben wir nur in 4K-UHD-Auflösung (3.840 x 2.160) gezockt. Als Testspiele dienten unter anderem Blockbuster wie Watch Dogs 2, Battlefield 1 oder Crysis 3. Alle Spiele sahen grafisch wirklich beeindruckend aus. Bei Watch Dogs 2 merkte man jedoch, dass der Omen X ordentlich arbeiten muss, um die gewünschte Performance zu liefern. Überdurchschnittlich heiß oder laut wurde der Rechner aber auch hierbei nicht. Natürlich kommen bei dem HP-Gaming-PC auch Virtual-Reality-Fans auf ihre Kosten. VR-Headsets wie die HTC Vive oder Oculus Rift werden voll unterstützt.

Während wir an der eigentlichen Performance nichts auszusetzen hatten, gab es in Sachen Software doch etwas Verwunderung. Denn HP stattet den Omen X mit keiner zusätzlichen Gaming-Software aus. Da hätten wir uns schon etwas mehr erwartet. Statt vorinstallierter Bloatware wie eigene HP-Programme, Microsoft Office, McAfee oder Dropbox hätten wir uns lieber Schnelleinstellungen, Leistungsgrafiken bzw. –auswertungen oder spezielle Profile gewünscht. Nur die Beleuchtung des Omen X kann man per vorinstallierter Software anpassen.

hp-omen-x-960-test2.jpg © HP Die ungewöhnliche Bauform bringt Vor- und Nachteile.

Fazit

HP hat mit dem Omen X einen ordentlichen Gaming-PC auf die (schmalen) Standfüße gestellt. Performancetechnisch kann man der getesteten Top-Version kaum etwas vorwerfen. 4.000 Euro sind aber auch eine ganze Stange Geld. Selbst zusammengestellte Systeme sind bei gleicher Ausstattung günstiger. Da ähnlich ausgestattete Konkurrenzmodelle (Alienware, MSI, etc.) aber auch nicht günstiger sind, stimmt das Preis-Leistungsverhältnis aber auf jeden Fall. Außerdem ist das Einstiegsmodell des Omen X „bereits“ ab 2.500 Euro zu haben. Mit seiner auffälligen Optik setzt der Gaming-PC jedenfalls ein Ausrufezeichen. Nutzer sollen diesen Würfel laut den Ansichten von HP nicht verstecken, sondern zum Blickfänger in ihrem Zimmer machen. Bei passender Inszenierung gelingt das auch perfekt. Wenn die leichten Defizite bei der Software und den Erweiterungsmöglichkeiten nicht wären, hätte sich der getestete Omen X in der Schule ein „Sehr gut“ verdient.

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