Neue Atom-Prozessoren für Tablets und TVs

Intels Attacke

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Neue Atom-Prozessoren für Tablets und TVs

Intel will mit einer Palette neuer Atom- Prozessoren den Markt für mobile Internetgeräte erobern. Auch bei der Fernseh-Unterhaltung im Wohnzimmer sollen künftig Intels Atom-Chips zum Einsatz kommen. Auf dem IDF (Intel Developer Forum) in San Francisco stellte Intel nach den ersten Einblicken in "Sandy Bridge"  auch noch weitere Mini-Prozessoren vor:

Die neuen Versionen seiner kleinsten Baureihe "Atom" sollen Märkte also vor allem abseits des klassischen PC-Geschäfts aufrollen. So präsentierte das Unternehmen u.a. die "Atom"-Variante "Groveland" für internetfähige Fernseher. Der Schwesterchip "Tunnel Creek" soll in die Infotainment-Technik von Autos Einzug halten.

Tablebt-Computer
Im derzeit boomenden Geschäft mit Tablet-PCs will Intel eine zentrale Rolle spielen. "Das Ökosystem der neuen Tablet-PCs explodiert gerade", sagte Intel-Manager Doug Davis. Nächstes Jahr werde es 20 Millionen solcher Geräte auf dem Markt geben. Auch der Markt der kleinen Mini-Rechner stehe zwei Jahre nach dem ersten Netbook erst am Anfang. Intels neuer Chip "Oak Trail" aus der Atom- Reihe soll künftig speziell für diese Geräteklassen der maßgefertigte Prozessor sein.

Über viele Jahre hatten die Tablet-PCs eher ein Nischendasein gefristet. Mit Apples iPad erlebt die Gerätekategorie derzeit einen Aufwärtstrend. Intels Atom-Prozessoren haben sich zwar bei den kleinen Netbooks durchgesetzt, sind im wachsenden Markt der Tablets aber noch längst kein Standard. Marktführer Apple zum Beispiel entschied sich für sein iPad lieber für eine Eigenentwicklung auf Basis von Technologie des Konkurrenten ARM.

Zahlreiche Hersteller haben nach dem großen Erfolg des iPad inzwischen eigene Modelle im Portfolio. Intel zeigt auf seinem Developer Forum in San Francisco eine Reihe von Geräten mit Atom-Prozessor, unter anderem von Asus, Acer und Dell. In den meisten arbeiten noch die Vorgänger-Chips, Oak Trail soll erst Anfang kommenden Jahres auf den Markt kommen.

Der texanische Hersteller Dell präsentierte zum Beispiel ein neues Tablet, das hinter einem drehbaren Display eine Tastatur verbirgt. Auch das WeTab der deutschen Firmen 4tiitoo und Neofonie war mit dabei. Der Technikchef des Hardwareherstellers 4tiitoo, Stephan Odörfer, präsentierte das Gerät, das kommende Woche nach vielfacher Verzögerung in Deutschland auf den Markt kommen soll. Vor einigen Monaten erst hatten sich die Entwickler für Intels und Nokias MeeGo als Betriebssystem entschieden. MeeGo sei einfach besser für Tablets als Googles Android geeignet, das für Smartphones optimiert sei, sagte Odörfer.

Ferneseh-Markt
Auch in den Wohnzimmern will Intel künftig mitspielen. Der neue Atom-Prozessor CE4200 soll die nahtlose Verbindung von Internet und Fernsehen ermöglichen. Das Chipsystem unterstützt 3D-Inhalte und soll künftig auch die Übertragung von Fernsehfilmen auf mobile Geräte ermöglichen. Intels Chip soll dafür sorgen, dass die verschiedenen Formate dabei ohne große Zeitverzögerung umgerechnet werden.

Entwicklern will das Unternehmen spezielle Werkzeuge zur Verfügung stellen, mit dessen Hilfe sie ihre Anwendungen für unterschiedliche Geräte nur einmal schreiben müssen. In San Francisco ist auch Sonys neues Internet-TV mit Google-Betriebssystem zu sehen, in dem ebenfalls ein Atom-Chip arbeitet. Sony hatte das "Sony Internet TV powered by Google" bezeichnete Internet-Fernsehen bereits kurz auf der IFA in Berlin vorgestellt. Intel-Chef Paul Otellini demonstrierte, wie der Nutzer im Web surfen und gleichzeitig in einem kleinen Bild eine Fernsehsendung verfolgen kann. Auch Samsung setzt bei seinen Internet-Fernsehern auf Android.

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