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iPhone4: Erste Sammelklagen eingereicht

Apple Handy

© AP

iPhone4: Erste Sammelklagen eingereicht

Was am Mittwoch (30. Juni) noch Spekulation war, wurde nur einen Tag später Realität. Denn die Empfangsprobleme beim neuen iPhone machen Apple jetzt auch juristischen Ärger. Zwei Anwaltskanzleien reichten vor dem Bezirksgericht des US-Bundesstaates Maryland eine Sammelklage gegen den Elektronikkonzern und den Telekommunikationsriesen AT&T ein, der das Handy in den USA exklusiv vertreibt.

Schadenersatz
"Den Klägern sind defekte iPhone-4-Geräte verkauft worden, bei denen Anrufe und Datenverbindungen abreißen", heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Klage. Es sei unmöglich, das Telefon in normaler Art und Weise zu nutzen. Die Kläger, zwei Einzelpersonen, verlangen Schadenersatz und eine Beseitigung der Empfangsprobleme.

Die Kläger nehmen für sich in Anspruch, im Namen aller Nutzer des iPhone 4 zu sprechen. Es gebe potenziell Millionen Geschädigte, führten ihre Anwälte aus. Apple hatte alleine an den ersten drei Tagen nach dem Verkaufsstart 1,7 Millionen iPhone 4 losgeschlagen. Kein anderes Apple-Gerät war jemals so gut bei den Kunden angekommen.

Doch aber schon kurz nach dem Verkaufsstart hatten sich erste Nutzer in Internetforen und Blogs beschwert, dass die Empfangsqualität bescheiden sei. Besonders Menschen, die mit der linken Hand telefonieren, meldeten Probleme. Schnell geriet die Konstruktion der Antenne in Verdacht: Beim iPhone 4 ist dies der äußere Rahmen. Wenn man die Antenne während des Telefonierens mit der Hand verdeckt, verschlechtert sich der Empfang. Apple rät den Nutzern das Handy einfach anders zu halten, oder eine passende Schutzhülle aus Plastik oder Gummi zu verwenden.

Apple wies die Vorwürfe zurück
Das Unternehmen wies den Vorwurf einer Fehlkonstruktion bereits zurück. Die beschriebenen Effekte gehörten schlicht zu den "Gegebenheit des Lebens bei jedem Mobiltelefon", erklärte der kalifornische Elektronikkonzern. Der Effekt stelle sich bei jedem Handy ein, wenn man es an genau den Stellen zuhält, an denen die Antenne untergebracht ist.

Gleichzeitig arbeitet Apple aber auch an einer neuen Firmware. Dieses Software-Update soll die Empfangsprobleme eindämmen. Ein durchschlagender Erfolg ist davon jedoch nicht zu erwarten. Denn der Fehler ist in erster Linie konstruktionsbedingt und kann mit einer neuen Software nicht komplett beseitigt werden.

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