02. September 2011 14:11
Der taiwanesische PC-Hersteller Acer
will die flaue Branchenkonjunktur mit der neuen Gerätekategorie der "Ultrabooks" beleben, die, wie berichtet
, einem Entwicklungskonzept des Chip-Herstellers Intel folgen. In den vergangenen Jahren habe es kaum noch Innovationen im PC-Markt gegeben, sagte Acer-Manager Campbell Kan am Freitag auf der Elektronikmesse IFA in Berlin. Auch deswegen gebe es jetzt die massive Nachfrage
nach Tablet-Computern. "Das Ultrabook gibt uns die große Chance, den PC-Markt wieder nach vorn zu bringen."
Aspire S3 - kleine Panne bei der Präsentation
Als sein erstes Ultrabook-Modell stellte Acer auf der IFA das Aspire S3 vor, das nach Angaben Kans an der dicksten Stelle gerade einmal 17 Millimeter misst. Damit macht es sogar dem neuen MacBook Air
von Apple Konkurrenz. Das Windows-Gerät bietet einen Ruhezustand ("Deep Sleep"), aus dem es in 1,5 Sekunden wieder betriebsbereit sein soll - bei der ersten Demonstration ging dies daneben, was Kan damit erklärte, dass es sich noch nicht um das fertige Gerät handle. Beim Prozessor können sich die Käufer zwischen Core i3, i5 oder i7 Chips von Intel entscheiden. Das Display bietet eine Auflösung von 1366 x 768 Px. Die Markteinführung ist bis Oktober geplant, zu Preisen zwischen 799 und 1.199 Euro je nach Konfiguration.
Neuer Schwung für schwierigen Markt
Der PC-Markt ist in Westeuropa heuer regelrecht eingebrochen
. Im zweiten Quartal 2011 ging der Absatz um 18,9 Prozent zurück. Davon waren auch Notebooks und die Gerätekategorie der kleinen Netbooks betroffen. In Deutschland ist Hewlett-Packard
Marktführer vor Acer, will aber demnächst wegen niedriger Gewinnmargen aus dem PC-Geschäft aussteigen. Acer-Europachef Walter Deppeler sagte, dass der Anteil des Europa-Geschäfts am Gesamtumsatz von Acer im ersten Halbjahr (7,7 Mrd. Dollar) auf 35 Prozent zurückgegangen sei, nach 48 Prozent vor einem Jahr.