Erhöhter Datenverkehr

"3" rüstet sein Netz auf HSPA+ auf

Österreichs viertgrößter Mobilfunker "3" wird im Herbst dieses Jahres sein komplettes Netz - das inzwischen der China Development Bank (CDB) gehört - auf die schnellere Übertragungstechnik HSPA+ umgestellt haben. Das bedeute für die Kunden Übertragungsraten bis zu 42 MBit/s und eine Verzehnfachung der Netzkapazität, sagte "3"-Chef Jan Trionow bei der Mobilfunkmesse "Mobile World Congress" in Barcelona (14. bis 17. Februar).

LTE folgt
Trionow hatte im November 2010 den Verkauf des "3"-Netzes an die chinesische Staatsbank bekanntgegeben. Das Operating Lease sei das "effizienteste Modell", das Netz weiter auszubauen, hatte Trionow diesen Schritt begründet. Exklusiver Partner für die technische Umrüstung - das Netz wird auch auf den neuen Übertragungsstandard LTE (4G) umgestellt - ist der chinesische Netzwerkausrüster ZTE. Die Hutchison 3G Austria GmbH ist eine 100-Prozent-Tochter des in Hongkong ansässigen Mischkonzerns Hutchison Whampoa Ltd. des Milliardärs Li Ka-shing.

Smartphones
2010 sei das Jahr der Smartphones gewesen, sagte CEO Jan Trionow. Wie wichtig der Ausbau der Netzgeschwindigkeit und -kapazität sei, lasse sich anhand der Entwicklung des Handy-Datenverkehrs seit der Einführung des Tarifs "3Superphone" illustrieren: Das durchschnittlich von einem Kunden verbrauchte Datenvolumen habe sich von Mai bis Dezember 2010 auf 428 MB pro Monat praktisch versechsfacht.

Mobiles Breitband
Beim mobilen Breitband - knapp 44 Prozent aller Internetanschlüsse in Österreich würden über Funk abgewickelt - hat sich das Datenvolumen seit 2006 von 602 MB auf 2,83 GB fast verfünffacht. In die Höhe getrieben wird der Datenverkehr vor allem durch verschiedene Video-Angebote, die auch "3" im Programm hat.

Langjähriger Vertrag
Der Vertrag mit ZTE erstreckt sich über mehrere Jahre und umfasst auch die Umstellung auf LTE - der Wert des Auftrags wird nicht genannt. LTE wird eine neuerliche Geschwindigkeitssteigerung auf bis zu 100 Mbit/s bringen. In Betrieb gehen wird LTE zunächst in Wien.

Auf die T-Mobile-Ankündigung einer EU-weiten Flatrate für Daten-Roaming reagierte Trionow am Dienstag lediglich mit dem Verweis auf die bereits abgeschafften Roaminggebühren für Datenverkehr innerhalb der eigenen Netze in den "3"-Heimmärkten - das sind in Europa neben Österreich auch Dänemark, Irland, Italien, Schweden, Norwegen und Großbritannien.

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