Amazons Kindle Fire hat gezündet

Mission erfüllt

© Reuters

Amazons Kindle Fire hat gezündet

Der Tabletcomputer Kindle Fire entwickelt sich für Amazon zum Ass im Ärmel. Über seinen neuen Hoffnungsträger verkaufte der weltgrößte Online-Händler zu Jahresbeginn deutlich mehr digitale Produkte wie E-Books, Magazine und Spiele. Der US-Konzern zeigt damit, dass sich sein teurer Investitionskurs allmählich auszuzahlen beginnt. Noch allerdings verschlingt die Strategie viel Geld. Der Gewinn ging im ersten Quartal trotz eines Umsatzsprungs erneut zurück. Das hänge unter anderem mit dem Ausbau der Versandkapazitäten und der Erweiterung der Produktpalette zusammen, sagte Deutschland-Chef Ralf Kleber am Freitag im Reuters-Interview.

Fotos von der Präsentation des Kindle Fire:

Diashow Kindle Fire: Das ist der iPad-Konkurrent
Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

Amazon.com präsentiert eigenes Tablet

1 / 10
  Diashow

Besser als erwartet
Analysten macht dies keine Sorgen. Die Amazon-Zahlen lagen über ihren Prognosen. "Es ist einige Jahre her, seit Amazon die Erwartungen übertroffen hat", lobte Experte Colin Sebastian von Robert W. Baird & Co. An der Börse herrschte Jubel: Die Amazon-Aktie sprang am Donnerstag nachbörslich fast 15 Prozent in die Höhe, in Frankfurt waren es am Freitag mehr als 13 Prozent. Damit stieg der Marktwert des eBay -Konkurrenten um mehr als zehn Mrd. Dollar. Amazon-Chef Jeff Bezos kam dies unmittelbar zugute: Sein Aktienpaket verteuerte sich um nahezu 2,5 Mrd. Dollar.

Während der Umsatz um etwa ein Drittel auf 13,18 Mrd. Dollar (9,97 Mrd. Euro) stieg, fiel der Überschuss um 35 Prozent auf 130 Mio. Dollar. "Dies sieht aus wie ein Quartal, das für jeden etwas bietet - Wachstum und Margen, um Investoren zufrieden zu machen. Dies ist das perfekte Gleichgewicht", sagte Jordan Rohan von Stifel Nicolaus. Die Gewinnmarge verdoppelte sich im ersten Quartal auf rund 24 Prozent.

Drei Kernbereiche
Amazon expandiert in drei Bereichen: Versandzentren, um den Online-Handel zu unterstützen, die Bereitstellung von Videoinhalten über die Tochter Lovefilm sowie in neue Technologien zur Datenspeicherung im Internet. Allein in Deutschland steigt die Zahl der Logistikhäuser im laufenden Jahr um zwei auf acht. "Mit dem Ausbau wollen wir auch der starken Nachfrage von Händlern gerecht werden, die über Amazon ihren Versand vornehmen", sagte Kleber.

Größtes Abenteuer des Konzerns ist aber wohl der Kindle Fire: Es wird vermutet, dass Amazon beim Verkauf des Tablet-Computers leichte Verluste akzeptiert, um dann vor allem mit Inhalten wie Büchern und Spielen zu verdienen. Das Gerät soll Amazon helfen, den Wandel vom Händler materieller Produkte wie DVDs und Videospiele zu digitalen Inhalten zu stemmen. Es sehe danach aus, dass dies gelinge, sagte Macquarie-Analyst Ben Schachter.

Wann kommt das Tablet zu uns?
Bei uns ist der Kindle Fire noch nicht auf dem Markt. Laut Kleber ist unklar, wann das Gerät eingeführt wird. Trotzdem setzt der Konzern auch auf dem wichtigen deutschen Markt stärker auf digitale Inhalte und führte kürzlich einen Download-Service für Software und Spiele ein.

Fürs laufende Quartal stellte Amazon Erlöse zwischen 11,9 und 13,3 Mrd. Dollar in Aussicht. Operativ rechnet der Konzern damit, maximal 40 Mio. Dollar Gewinn zu erwirtschaften, hält aber auch einen Betriebsverlust von bis zu 260 Mio. Dollar für möglich.

Diesen Artikel teilen:

Postings (0)

Postings ausblenden

Posten Sie Ihre Meinung

Anzeigen

Werbung

Top Gelesen 1 / 5
Jeder 4. verliebt sich online
Neue Studie: Jeder 4. verliebt sich online
Virtuell verlieben sich die Österreicher am liebsten. 1
Hofer bringt Android 6.0 Handy um 90 €
5-Zoll-Smartphone Hofer bringt Android 6.0 Handy um 90 €
Heimischer Diskonter will einmal mehr mit einem Schnäppchen punkten. 2
Megaupload-Gründer Kim Dotcom vor Gericht
Berufung gegen Auslieferung Megaupload-Gründer Kim Dotcom vor Gericht
Der Megaupload-Gründer soll sich in den USA einem Verfahren stellen. 3
WhatsApp-Daten vor Facebook schützen
Weitergabe verhindern WhatsApp-Daten vor Facebook schützen
So können sich Nutzer gegen die Verzahnung der beiden Dienste wehren. 4
Amazon & Pandora bringen Spotify-Gegner
Deals für Musik-Abos Amazon & Pandora bringen Spotify-Gegner
Online-Händler und Internet-Radio Pandora bekommen die nötigen Lizenzen. 5
Die neuesten Videos 1 / 10
Burkinialarm am Badeschiff
Burkinidemo Burkinialarm am Badeschiff
Die Politik dürfe Frauen nicht vorschreiben was sie zu tragen haben.
USA kritisiert Türkei
Türkei-Syrien USA kritisiert Türkei
Die türkische Armee hatten am Mittwoch die Grenze nach Syrien überquert, um dort gegen den IS zu kämpfen, aber auch, um zu verhindern, dass kurdische Rebellen weitere Gebiete erobern.
Asylwerber tritt nach Polizisten
I will kill you Asylwerber tritt nach Polizisten
Durch seine ungestüme Art hat der 17-jährige seine Anzeigenschrift verdoppelt.
17-Jähriger stirbt wegen Knutschfleck
Drama in Mexiko 17-Jähriger stirbt wegen Knutschfleck
Drama in Mexiko: ein 17-Jähriger ist tot, weil seine Freundin (24) ihm einen Knutschfleck verpasst hat. Er dürfte weltweit der erste "Knutschfleck-Tote" sein.
Mammut an der A5 entdeckt
Sensations-Fund Mammut an der A5 entdeckt
Im Zuge von Vorarbeiten für den Bau der A5 im Bezirk Mistelbach stießen Experten der Geologischen Bundesanstalt Mitte August auf Überreste eines Mammuts.
News Flash: Anschlag in Brüssel
News Flash News Flash: Anschlag in Brüssel
Die aktuellen News des Tages.
AKH schickt Opfer 11.270-Euro-Rechnung
Schock AKH schickt Opfer 11.270-Euro-Rechnung
Die Vorgeschichte: Weil die hübsche Rumänin Anna-Maria S. (28, Name geändert) ihr Verhältnis zu einem algerischen Asylwerber (22) beenden wollte, wurde sie am 12. August in seiner Wohnung in der Radetzkystraße brutal zusammengeschlagen und mit einem Stanley-Messer aufs Übelste malträtiert. Da Anna-Maria in Österreich nicht versichert ist, schickte ihr das AKH für die Behandlungen kommentarlos eine Rechnung in Höhe von 11.270 Euro
Spektakulärer Drogenfund
Australien Spektakulärer Drogenfund
Auf einem Kreuzfahrtschiff stieß die Polizei auf mehrere Koffer mit insgesamt 95 Kilogramm Kokain.

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.