01. September 2010 15:59
Als müssten die Verbraucher nicht schon mit genug Fachchinesisch klarkommen,
kommen in der Unterhaltungselektronik immer neue Abkürzungen dazu. Fünf
Begriffe, mit denen nicht viele etwas anfangen können, aber an denen zur am
Freitag startenden Funkausstellung
IFA kaum jemand vorbeikommt:
HbbTV:
Das jüngste Modewort in der Branche. HbbTV
wird oft auch Hybrid-TV genannt und steht für das Verschmelzen von
traditionellem Fernsehempfang und Online-Video. Die Idee ist, dass der
Zuschauer nahtlos zwischen TV-Sendungen und Online-Angeboten umschalten
kann. Hinter der Abkürzung steckt deshalb "Hybrid Broadcast
Broadband TV".
CI +:
Wird immer häufiger für den Empfang digitaler Programme
benötigt. Es ist eine Weiterentwicklung der weitverbreiteten "Common-Interface"-Schnittstelle
- aber mit erheblichen Einschränkungen für die Zuschauer. So können die
Anbieter verhindern, dass Sendungen aufgezeichnet werden oder den Zeitraum
beschränken, in denen man sich die Aufnahmen ansehen kann.
HDMI:
Die alten SCART-Kabel haben in Zeiten der Fernsehbilder
in hoher Auflösung ausgedient. Wer seinen Blu-ray-Player oder HD-Empfänger
mit ordentlicher Qualität an den Flachbild-Fernseher anschließen will, kommt
ohne HDMI (High-Definition Multimedia Interface) nicht aus. Dazu gehört auch
der Kopierschutz HDCP.
Streaming:
Das englische Wort sagt es schon, es geht um
Strömen. Internet-Inhalte wie Musik oder Filme werden beim Streaming nicht
komplett auf eine Festplatte heruntergeladen, sondern direkt aus dem Netz
abgespielt. Der Vorteil: Keine Ladezeiten. Der Nachteil: Man braucht eine
schnelle und stabile Internet-Verbindung.
IPTV:
Die Begeisterung über Hybrid-TV hat in diesem Jahr das
Fernsehen über das Internet etwas in den Hintergrund gedrängt. Die Bilder
werden beim "Internet Protocol TV" als Datenpakete nach dem
Internet-Standard verschickt. Für interaktive Angebote wie TV-Shopping gibt
es einen Rückkanal. Die Deutsche Telekom hat als Marktführer in Deutschland
1,3 Millionen Kunden.