08. Juli 2010 14:53
Auf der heurigen Elektronik-Messe IFA
in Berlin (3. bis 8. September) dreht sich (fast) alles um das 3D-Fernsehen.
Der neue Trend, der vor allem durch den großen Kinoerfolg des 3D-Films "Avatar"
beflügelt wurde, werde aber nur langsam auch die Wohnzimmer erobern,
schätzen Branchenexperten.
Einige Fragezeichen
Noch bleibt abzuwarten, ob und wie schnell
sich das Fernsehen mit speziellen Brillen durchsetzen wird, die für die neue
Technologie bis auf weiteres auch auf dem heimischen Sofa nötig sein werden.
Auf der Ifa Preview, einer Vorabveranstaltung zur Berliner Messe, stellten
diese Woche die führenden Hersteller moderner Flachbildfernseher in Hamburg
einige ihrer neusten Geräte vor.
Spätestens zum Weihnachtsgeschäft soll der Umsatz mit 3D-Fernsehern
anziehen. Der japanische Elektronikhersteller Toshiba beispielsweise
erwartet, im vierten Quartal bereits 20 Prozent seines Umsatzes in dem
Bereich mit 3D-tauglichen Geräten zu machen. Doch 3D werde noch lange eine
Zusatzfunktion bleiben, die sich nur für ausgewählte Inhalte und
Filmerlebnisse anbieten wird, lautet die Meinung vieler Experten. Erst müsse
noch ein Standard entwickelt werden, auf dessen Basis die Fernsehsender ihre
Inhalte in 3D produzieren können, sagte Albrecht Gastein, Gründer und Leiter
des HDTV-Forums, in einem aufgezeichneten Interview auf der Ifa Preview. "Für
das Fernsehen wird 3D nur das Sahnehäubchen sein."
Stetige Verbesserungen
Doch nicht nur in die dreidimensionale
Erlebniswelt, auch in die weitere Verbesserung der Bild und Audio-Qualität
sowie das Design haben die Entwickler der großen Elektronikkonzerne
investiert. Sharp hatte bereits zur Consumer
Electronics Show in Las Vegas im Jänner den Schwerpunkt auf eine
Verbesserung der Farbdarstellung gesetzt. Sharps neue Quattro-Technologie
fügt dem Fernsehbild die vierte Farbe Gelb hinzu. Goldtöne oder schattiges
Gelb seien mit der bisherigen Technik und den Farben Rot, Grün und Blau nur
schwer bis gar nicht darstellbar gewesen, sagte Geschäftsführer Frank Bolten
in Hamburg. Zusätzlich könne die neue Quattro-Technologie durch die
Darstellung von mehr Pixeln ein deutlich schärferes Bild wiedergeben.
Bild: (c) Samsung
Flach liegt voll im Trend
Ein großer Teil der neuen TV-Modelle,
die auf der IFA zu sehen sein werden, wird auch dank
LED-Hintergrundbeleuchtung ein deutlich besseres Bild zeigen als die
Vorgängergeräte. Trotz zusätzlicher Technik werden die Flaggschiffe der
Elektronikhersteller aber weiterhin immer dünner. Dieser Trend war auch
schon auf der IFA
2009 zu erkennen. Zu den dünnsten Geräten könnte in Berlin auch Samsungs
neuer LED-TV 9090 (Bild oben) gehören. Mit einer Tiefe von nur 0,8
Zentimetern gehörte der Fernseher auch zu den Highlights der Ifa Preview in
Hamburg. Die Fernbedienung kann nicht nur das Gerät steuern, sondern auf ein
eigenes Display auch selbst ein Fernsehsignal empfangen.