04. Oktober 2017 14:04
Günstiger Oculus-Gegner
VR-Brille von Acer für Windows startet
Headset ab sofort im Bundle mit zwei Controllern bestellbar.
VR-Brille von Acer für Windows startet
© oe24

Kurz nachdem Microsoft eine Fülle an neuen und vergleichsweise günstigen Mixed-Reality-Brillen für Windows 10 angekündigt hat, kommen nun die ersten Geräte in den Verkauf. Sie sollen der Oculus Rift und der HTC Vive das Wasser abgraben. Ganz vorne mit dabei ist Acer. Konkret ist Acers Windows Mixed Reality Headset im Bundle mit zwei Motion Controllern ab sofort vorbestellbar. Der Hersteller zielt damit vor allem auf Gamer ab. Passend dazu ist das Gerät auch „spielend“ einfach per Plug&Play einzurichten. Es heißt also, einstecken und loslegen.

Solide Darstellungsqualität

Das Headset verfügt über zwei LCD-Displays mit einer Auflösung von jeweils 1.400 x 1.400 pro Auge und erreicht eine Pixeldichte von 706 ppi. Damit dürften die virtuellen Inhalte scharf und realistisch dargestellt werden. Dank einer Bildwiederholrate von bis zu 90 Hz (HDMI 2.0) sollen die Anwendungen auch flüssig laufen. Mit den beiden im Lieferumfang enthaltenen Motion Controllern werden die Handbewegungen erfasst, sodass man innerhalb der Anwendungen präzise navigieren kann.

Keine externen Sensoren

Anders als aktuelle Brillen für PC-Anwender benötigt das 440 Gramm schwere Acer-Headset keine externen Sensoren, um die Bewegungen des Nutzers zu registrieren. Hier scannen nämlich Inside-Out-Sensoren die Umgebung sowie die Bewegung des Headsets und der Controller und übertragen die Daten zum Rechner. Dort werden die virtuellen Objekte und Informationen auf den Raum angepasst.

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Kosten

Microsofts Mixed-Reality-Brillen bieten zwei zentrale Vorteile. Zum einen sind die Systemvoraussetzungen vergleichsweise niedrig. So sind auch viele, bereits länger am Markt verfügbare Notebooks und PCs kompatibel. Zum anderen sind die Geräte vergleichsweise günstig. Acer verlangt für das Bundle 449 Euro. Oculus und HTC verlangen für ihre VR-Brillen fast doppelt so viel. Darüber hinaus funktionieren sie nur mit extrem gut ausgestatteten (und somit teuren) Rechnern. Sie sind zwar auch deutlich aufwendiger, doch wie die überschaubaren Verkaufszahlen zeigen, sind sie für den Massenmarkt schlichtweg zu teuer. Hier könnte die große Stunde für Microsoft und seine Partner schlagen.