Kampf um die Ardennen

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Kampf um die Ardennen

Die Kampagne von 1940 war für die Briten und Franzosen wie eine Naturkatastrophe. Aber niemand kann behaupten, es hätte keinen Widerstand gegeben. Die britischen und französischen Truppen kämpften tapfer. Allerdings war die deutsche Seite wesentlich besser vorbereitet. Den Deutschen gelang, was ihnen im Sommer 1914 noch versagt bliebt. Die französischen Panzerbesatzungen standen jedoch bereit, unter ihnen Hauptmann Pierre Billotte, Kommandant des Char B1 bis 337 des 41. Panzerbataillons.

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Die Char B1 bis 337 Eure-Besatzung, Frühjahr 1940.

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Der Char B1 bis-Panzer in World of Tanks.

Die Schlacht um Stonne war eine der erbittertsten Schlachten der französischen Kampagne. Das kleine Dorf in den Ardennen wurde ab dem 15. Mai 1940 zum Schauplatz blutiger Scharmützel. Die 3. Panzerdivision (3 DCr), gegründet am 20. März 1940, beschützte Stonne von der französischen Seite aus. Das 21. und 29. BCC (Bataillon de Chars de Combat) waren die effektivsten Einheiten und verfügten beide über den Kampfpanzer Char B1 bis. Während der Schlacht um Stonne war Hauptmann Pierre Billotte der Kommandant der 1ère Compagnie des 41. Panzerbataillons. Der Sohn von General Gaston Billotte musste trotz seiner Herkunft hart arbeiten, um Teil der Panzerbesatzungen zu werden, was ihm im Herbst 1939 gelang.

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Der Pz.Kpfw.IV Ausf.D mit der Turmnummer 711, zerstört von französischen Antipanzer-Schützen, Außenbezirke von Stonne.

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Der Pz.Kpfw.IV Ausf.D in World of Tanks.


Die ersten Kämpfe um Stonne fanden zwischen der französischer Infanterie und den deutschen Panzern der 10. Panzerdivision statt, die zudem durch eine deutsche Infanteriedivision unterstützten. Nach dem Verlust von zwei Pz.Kpfw.IV-Panzern und zwei Pz.Kpfw.II-Panzern gelang es der deutschen Vorhut, durch die Zerstörung zweier Panhard 178 nach Stonne durchzubrechen. Der Hotchkiss H 39, Teil des 45. Panzerbataillons der 3. Panzerdivision (3DCr), versuchte einen Gegenangriff, der aber erfolglos blieb. Die neuen Einheiten der 3. Panzerdivision, darunter zehn Char B1 bis-Panzer, schlossen sich dem Kampf an. Panzer und Antipanzerartillerie beschossen einander aus nächster Nähe. Unter diesen Umständen war selbst die dicke Panzerung des Char B1 bis dem Beschuss nicht gewachsen, etliche Verluste waren zu beklagen. Die schweren Schäden, die das Chassis der Panzer erlitt, waren zusammen mit Ladehemmungen des Hauptgeschützes der Hauptgrund für die Zerstörung der lahmgelegten Panzer. Nach dem ersten Tag der Schlacht nahmen deutsche Truppen Stonne ein, das nach stundenlangen erbitterten Kämpfen und schwerem Bombardement in Trümmern lag.

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Der Char B1 bis 382 Toulal der 3. Panzerkompanie des 49. Panzerbataillons, der in der Schlacht um Stonne kämpfte, wurde schlussendlich Teil des Denkmals.

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Der Char B1 bis mit angebrachter Tarnung in World of Tanks.

Die Kommandanten der 3. Panzerdivisionen entschieden sich, am 16. Mai mit Reservetruppen einen Gegenangriff zu wagen. 14 Char B1 bis der ersten und zweiten Schwadron des 41. Panzerbataillons wurden als Kampftrupp verwendet. Die Artillerie begann um 4:30 Uhr mit einem vorbereitenden Bombardement. 5:15 Uhr begannen die Panzer mit ihrem Angriff. Billotte kommandierte einen der Char B1 bis namens Eure, benannt nach einem Zufluss der Seine. Er trennte sich von der Hauptgruppe, fuhr seinen Panzer in die Stadt und fand sich plötzlich den 13 Panzern der 8. Panzerkompanie der 10. Panzerdivision der Deutschen gegenüber. Auf Billottes zerstörte der Fahrer den letzten Panzer in der Reihe, der Kommandant selbst feuerte das Turmgeschütz ab und zerstörte den ersten Panzer. Was folgte, war nichts weniger als ein Massaker: Die Deutschen Panzer waren nicht in der Lage, die Frontpanzerung der Char B1 bis zu durchschlagen. Außerdem gelang es den deutschen Besatzungen nicht, die Geschütze des Feindes lahmzulegen und das Chassis zu zerstören. Das führte dazu, dass zwei Pz.Kpfw.IV-Panzer und neun Pz.Kpfw.III-Panzer zerstört wurden, was für lange Zeit einen Rekord darstellte. Aber der Kampf war noch nicht vorbei: Nach der Zerstörung der Panzer rückte Billottes Fahrzeug vor und zerstörte zwei deutsche Antipanzergeschütze. Danach konnte Stonne von den Hotchkiss H 39 des 45. Panzerbataillons, unterstützt von Infanterie, gesichert werden. Die folgenden Scharmützel beschränkten sich auf die Außenbezirke der Stadt. Die Kämpfe setzen sich noch eine weitere Woche fort.

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Der Pz.Kpfw.IV Ausf.C der 10. Panzerdivision, zerstört in der Schlacht um Stonne, Mai 1940.

Nach der Schlacht um Stonne kämpfte die Besatzung unter Billotte noch einen weiteren Monat. Dieser wurde am Kopf verletzt und gefangen genommen. Die Besatzung zerstörte den Panzer Eure, damit dieser nicht wie viele andere Char B1 bis in die Hand der Deutschen fallen und von diesen eingesetzt werden konnte. Aber noch war der Krieg für Billotte nicht vorbei. Im Februar 1941 gelang ihm beim dritten Versuch endlich die Flucht, die ihn in die UDSSR führte.

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Das Monument in der Mitte von Stonne. Hier fanden die erbittertsten Kämpfe statt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er ins Gefängnis gesteckt, aber bald wieder freigelassen. Er führte die Militärmission Forces françaises libres in der UDSSR an, blieb aber nicht besonders lange dort. 1942 war er der Kopf des Hauptquartiers von General Charles de Gaulle. Ab Juni 1944 kämpfte Billotte, zu diesem Zeitpunkt bereits General, in der Normandie. Dort war er der Oberkommandierende der 10. Infanteriedivision, die in Frankreich gemustert wurde. Sein Vater hatte von 1927-29 eine Division gleichen Namens kommandiert, was wohl kaum ein Zufall war. Diese Division befreite unter Billottes Kommando von Januar bis Februar 1945 Paris. Damit endete Billottes Karriere aber nicht: Er wurde von 1955-56 Verteidigungsminister und damit zum erfolgreichsten Panzerass, was die Karriere angeht. Nur Creighton Abrams war eine vergleichbare Karriere gelungen.

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Der Char B1 bis gegen den Pz.Kpfw.IV Ausf.D in World of Tanks.

In Stonne und Umgebung gibt es viele Denkmäler, die an die dort geschlagene Schlacht erinnern. Der Char B1 bis №382 Toulal steht im Stadtkern von Stonne. Dieser Panzer war ein Teil der 3. Panzerkompanie des 49. Panzerbataillons, das an den Kämpfen um die Stadt teilnahm. Die Schäden an der Panzerung und dem Turm zeigen deutlich, wie erbittert die Kämpfe waren.

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Quellen:
http://www.chars-francais.net
https://forum.axishistory.com//viewtopic.php?t=45336

Fotoarchiv des Autors (Yury Pasholok)

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