09. Februar 2010 11:17
Bier
ist die Silizium-reichste Nahrung und hilft dadurch mit, die Knochendichte
zu erhöhen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der University of California
in der Zeitschrift Journal of the Science of Food and Agriculture. Je mehr
Hopfen und gemälzte Gerste Bier enthält, desto besser dürfte es laut Ansicht
der Wissenschaftler vor dem Knochenabbau schützen, sofern das Getränk in
moderater Weise konsumiert wird.
Wichtiges Element
Silizium ist ein für den menschlichen
Knochenaufbau wichtiges Element, das in verflüssigter Form durch die
Kieselsäure aufgenommen wird. War Bier auch bisher als Kieselsäure-reiches
Nahrungsmittel bekannt, so war bisher nicht erforscht, was dem Biers diese
günstige Eigenschaft verleiht. Um die optimale Silizium-Quelle zu finden,
wurden nun 100 verschiedene kommerzielle Biersorten sowie ihre Rohstoffe
Gerste, Weizen, Hopfen, Brauhilfsstoffe wie der Stabilisator Silikagel oder
das Filtermittel Kieselerde untersucht.
Inhaltsstoffe und Brauvorgang entscheiden
Die Hülle des
Gerstenkorns nennen die Forscher als eines der beiden wichtigen
Siliziumlieferanten. "Obwohl das meiste Silizium in der Schale bleibt,
werden bedeutende Anteile beim Mälzen als Würze extrahiert und verbleiben
damit im Bier", so Studienleiter Charles Bamforth. Je weniger Hitze bei
diesem Vorgang im Spiel sei, desto höher sei der Siliziumanteil. Dunklere
Malzprodukte, die einen intensiveren Röstprozess erfordern, enthalten
hingegen weniger Silizium. Nur wenig Silizium fand man auch im Weizen.
Als zweite Siliziumquelle stellte sich der Hopfen heraus, während weder das
Silikatgel noch die Kieselerde im Test zum Silizium-Gehalt des Endprodukts
beitrugen. Insgesamt liegt die Bandbreite, wie viel Silizium ein Bier
enthält, zwischen 6,4 und 56,5 Milligramm pro Liter. "Biere, die hohen
Anteil gemalzener Gerste und Hopfen haben, sind besonders reich an
Silizium", so Bamforth. Moderater Bierkonsum könne einen gewissen Schutz vor
der Knochenkrankheit Osteoporose darstellen.