08. Februar 2008 10:16
Zwar werden unsere Lebensmittel auf Pestizide untersucht, die staatlichen
Labors spüren allerdings nur einen Bruchteil der Spritzmittel auf. Mehr als
die Hälfte der Pestizide wird nicht erkannt. Das ist das Ergebnis der Studie "Grenzen
der Pestizidanalytik", die Greenpeace veröffentlichte.
168 gefährliche Mittel in der EU
Insgesamt 1134 weltweit
eingesetzte Pestizide wurden im Auftrag der Umweltschutzorganisation von
zwei unabhängigen Experten nach vierzehn Kriterien überprüft. 29 Prozent
wurden in eine Schwarze Liste für gefährliche Pestizide aufgenommen.
Darunter befinden sich auch 168 Spritzmittel, die in der Europäischen Union
erlaubt sind. Die Umweltorganisation fordert ein Verbot von besonders
gesundheits- und umweltgefährdenden Chemikalien. Manfred Krautter,
Chemie-Experte von Greenpeace: "Chemikalien, die Krebs auslösen, das
Fortpflanzungsvermögen beeinträchtigen oder das Hormon- und Immunsystem
schädigen können, gehören nicht auf unser Essen!
Giftige Beispiele
13 der gefährlichsten Pestizide nehmen
Verbraucher besonders häufig über das Essen auf: So das BASF-Produkt
Iprodion, das trotz seiner vermutlich krebserregenden Wirkung zugelassen
wurde. Es wird von Greenpeace und staatlichen Labors häufig in Tafeltrauben,
Salaten und Erdbeeren nachgewiesen. Ähnlich Imazalil von Syngenta und Bayer,
das in gespritzten Zitrusfrüchten häufig sogar in Konzentrationen über den
gesetzlichen Grenzwerten steckt. Es gilt als akut giftig und kann vermutlich
Krebs auslösen und die Fortpflanzung schädigen.
Gefährliche Pestizide
Einige ausländische Supermarktketten
haben die Gefahr durch Pestizide früh erkannt und führen seit Jahren eigene
Schwarze Listen für gefährliche Pestizide. So hat Coop in England unter
anderem das von der EU erlaubte Insektengift Fenamiphos als zu gefährlich
verbannt.
Durchklicken! So essen SIe pestizidfrei: