13. Oktober 2009 12:00
Das häufigste Leiden der Österreicher sind Kopfschmerzen
und Migräne.
Es folgen Schlafstörungen,
Nervosität und Gelenkprobleme beziehungsweise -schmerzen. Von allen
erhobenen gesundheitlichen Beschwerden sind die Singles, die Älteren, sowie
die unteren Einkommensschichten meist durch die Bank überdurchschnittlich
häufig betroffen. Einzelne Leiden treffen zudem bestimmte
Bevölkerungsgruppen besonders stark. Das ist das Ergebnis der vom Linzer
Meinungsforschungsinstitut Imas erstellten Österreichischen
Verbraucheranalyse (ÖVA).
Kopfschmerzen und Migräne
Demnach treten bei 48 Prozent der
Gesamtbevölkerung zumindest manchmal wenn nicht sogar oft Kopfschmerzen
oder Migräne
auf sowie bei 60 Prozent der berufstätigen Frauen. 37 Prozent der
Österreicher und nicht weniger als 63 Prozent der Singles über 60 klagen
über Schlafstörungen.
33 Prozent sind von Nervosität betroffen - in der Gruppe der berufstätigen
Frauen und den Singles zwischen 30 und 39 sind es jeweils 42 Prozent. 26
Prozent fühlen sich übergewichtig. 23 Prozent leiden unter Bluthochdruck,
je 22 Prozent unter Herz-
oder Kreislauf-Problemen sowie an Magenproblemen oder Gastritis.
Verdauungsprobleme
20 Prozent müssen sich mit
Verdauungsstörungen oder Verstopfung
herumschlagen. Je 14 Prozent werden von Rheumatismus
oder Allergien
geplagt. Elf Prozent aller Befragten berichten über Depressionen,
unter den Singles zwischen 50 und 59 Jahren sind es gar 24 Prozent. Neun
Prozent der Gesamtbevölkerung haben Asthma
oder Lungenleiden. Fünf Prozent sind laut eigenen Angaben an Diabetes
erkrankt.
Männer fühlen sich gesund
Männer fühlen sich laut
diesen Umfragewerten generell überdurchschnittlich gesund, Frauen
unterdurchschnittlich. "Männer haben ein anderes Verhältnis zur
Gesundheit. Das liegt in der Natur", begründet der Imas-Research
Director Paul Eiselsberg diesen Befund. Weil Ältere und unter ihnen wiederum
die Singles besonders häufig über Gesundheitsprobleme klagen und aufgrund
des demografischen Wandels die Vereinzelung der Menschen zunimmt, stellen
sich für ihn zwei Fragen: "Wer ersetzt in Zukunft die Familie?"
und "Was schafft den nachkommenden Generationen Geborgenheit?".
Die Politik werde auch darauf Antworten suchen müssen, macht der
Meinungsforscher aufmerksam.
Die seit 1974 durchgeführte ÖVA basiert auf aktuell über 8.000 Interviews
zwischen September 2008 und Juni 2009. Das Datenwerk untersucht das Konsum-
und Informationsverhalten der Österreicher ab dem 14. Lebensjahr in rund 650
Produktkategorien sowie über die Nutzung und Bekanntheit von etwa 900
Marken.