19. September 2008 10:19
Frauen könnten das Risiko eines vorzeitigen Todes durch einen gesünderen
Lebensstil halbieren. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Brigham and
Women's Hospital und der Harvard Medical School gekommen. Ohne Zigaretten,
mit regelmäßigem Sport, gesundem Essen und einem im Rahmen bleibenden
Gewicht könnten 55 Prozent der frühen Todesfälle durch chronische
Krankheiten verhindert werden. Das Befolgen aller vier Tipps soll den
Wissenschaftlern zufolge 44 Prozent der Todesfälle durch Krebs und 72
Prozent der Todesfälle durch kardiovaskuläre Erkrankungen vermeiden helfen.
Für die aktuelle Studie wurden die Daten von fast 80.000 Krankenschwestern
ausgewertet.
Rauchen als Todesursache
In der auf 24 Jahre anberaumten Studie
konnten 28 Prozent der 8.882 Todesfälle auf das Rauchen zurückgeführt
werden, 55 Prozent auf die Kombination von Rauchen, Übergewicht, mangelnder
Bewegung und schlechter Ernährung. Zuviel Alkohol spielte ebenfalls eine
Rolle. Frauen mit einem geringen bis moderaten Alkoholkonsum von bis zu
einem Getränk am Tag starben weniger wahrscheinlich an einer
kardiovaskulären Erkrankung als abstinente. Rob van Dam, der Autor der
Studie, betonte jedoch, dass diese leicht positiven Auswirkungen des
Alkoholkonsums nicht zu Übermut führen sollten. "Ein wenig Alkohol scheint
das Risiko einer Herzerkrankung zu senken. Man muss jedoch das ganze Bild
sehen. Menschen, die viel trinken, haben ein höheres Risiko an Krebs zu
sterben." Seiner Meinung nach sollte es eigentlich leicht sein, die
beschriebenen Gesundheitstipps ins Leben zu integrieren.
Kleine Änderungen
Es sei jedoch nicht erforderlich,
stundenlang Gewichte zu heben. Bereits einfache Veränderungen der Ernährung
mit mehr ganzem Getreide, weniger rotem Fleisch, einem Spaziergang zur
Arbeit und zum Einkaufen können wirkliche Vorteile bringen, berichtet BBC
Online. Entscheidend sei aber, nicht zu rauchen. Laut dem Wissenschaftler
gelten diese Empfehlungen sowohl für Frauen als auch für Männer. Die 77.782
Frauen zwischen 34 und 59 Jahren, die an der Studie teilnahmen, füllten alle
zwei Jahre detaillierte Fragebögen aus. Insgesamt wurden 8.882 Todesfälle
verzeichnet. Dazu gehörten 1.790, die auf Erkrankungen des Herzens
zurückzuführen waren aber auch 4.527 Todesfälle aufgrund einer
Krebserkrankung.