23. August 2010 10:50
Bücher, Hefte, Pausenbrot, dazu noch die volle Trinkflasche - schon die
Kleinsten machen sich morgens mit einer prall gefüllten Schultasche in
Richtung Schule auf. "Doch Vorsicht!", warnt Dieter Knape von TÜV Rheinland.
Der Experte prüft Schulranzen und vergibt das GS-Zeichen für geprüfte
Sicherheit. "Auch bei kräftigen Kindern gehört in den Schulranzen nur das
hinein, was tatsächlich im Unterricht gebraucht wird." Denn ist der
Tornister zu schwer, drohen Haltungsschäden, die später kaum noch zu
korrigieren sind. Als Faustregel gilt: Das Höchstgewicht des Schulranzens
samt Inhalt darf maximal zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts betragen.
Bei einem 30 Kilogramm schweren Erstklässler also höchstens drei bis 3,6
Kilo. Das ist nicht viel, zumal gute Tornister bereits ein bis eineinhalb
Kilo Eigengewicht mitbringen. "Deswegen sollten Eltern von Erstklässlern die
Tasche immer gemeinsam mit ihren Sprösslingen packen", rät Dieter Knape.
"Bei älteren und selbstständigen Kindern genügt eine 'Taschenkontrolle' im
Zweiwochen-Rhythmus."
Auf richtigen Sitz achten
Auch auf den Sitz der Schultasche
sollten Eltern immer wieder ein Auge werfen. Denn sind die Tragegurte zu
lang eingestellt, bohrt sich die verstärkte Unterkante des Ranzens in den
Rücken. Das kann schmerzhafte Druckstellen verursachen und langfristig sogar
zu einem Hohlkreuz führen. Sind die Riemen dagegen zu kurz, gleichen
Schulkinder diese Belastung aus, indem sie sich nach vorne beugen -
Haltungsschäden sind die Folge.
Haltungsschäden drohen
Mitunter kommen schon Volksschüler
mit Rucksäcken oder sogar kleinen Aktenkoffern zur Schule. "Davon ist
grundsätzlich abzuraten", sagt Dieter Knape. "Rucksäcken fehlt die nötige
Eigenstabilität sowie eine ausreichende Rückenpolsterung. Das einhändige
Tragen von Koffern führt - auch bei kleinen Geschäftsfrauen und -männern -
schnell zu einer seitlichen Verkrümmung der Wirbelsäule."