16. Jänner 2008 10:02
Zahlreiche Studien bestätigen, dass chronischer Schlafmangel, Stress,
Rauchen, einseitige Diäten, Unter- oder Überbelastung sowie Vitamindefizite
die Abwehrkräfte schwächen. Und damit Viren das Eindringen erleichtern.
Siebenschläfer
Um Krankheitserreger abwehren zu können,
braucht das Immunsystem Antikörper. Und diese werden vor allem in der
Tiefschlafphase gebildet. Daher sollte das Schlafpensum von sieben Stunden
möglichst selten unterschritten werden. Die Schlagkraft des Immunsystems
hängt auch von der Sauerstoffzufuhr ab: Wer sich nur in geheizten Räumen
aufhält, fährt seine Abwehr herunter. Medical Spas und Wellness-Institute
bieten Oxygen-Flaschen zum Sauerstofftanken an.
Vitamine und Mineralien
Untersuchungen zeigen, dass bei
Infektionen der Spiegel von Vitamin C im Blut sinkt. Zur Unterstützung der
Immunabwehr empfiehlt sich die tägliche Einnahme von 1.000 mg Vitamin C. Bei
akuten Infekten kann die Dosis drei Tage lang auf 3.000 bis 5.000 mg erhöht
werden. Da Vitamin C im Körper nicht gespeichert werden kann, sollte diese
Dosis über den Tag verteilt eingenommen werden. Carotinoide unterstützen die
Schleimhäute: täglich 15 bis 30 mg. Ebenfalls abwehrstärkend wirkt Zink in
einer Dosis von 30 mg. Tipp: Zink in Wasser auflösen und damit die
Nasenschleimhaut benetzen.
Pflanzenpräparate
Echinacin, Wurzel-Extrakt aus dem roten
Sonnenhut gilt als der Klassiker unter den natürlichen Immunstärkern. Aber
vorbeugend nicht länger als acht Wochen einnehmen. Auch Bioflavonoide in den
Holunderbeeren unterstützen die Abwehr: Entweder als Saft oder auch im
Präparat „Sambucol“ (Apotheke).
Thymus
Eine dreimonatige Kur mit „Thymuvocal“, einem Extrakt aus
der Thymusdrüse, ist eine der effektivsten Maßnahmen zur Stärkung des
Immunsystems (muss in der Apotheke bestellt werden).
Auch Wellness
stärkt die Abwehr: Studien zeigen, dass bei Massagen die Bildung von weißen
Blutkörperchen angekurbelt wird. Und sie spielen eine besondere Rolle im
Immunsystem.