27. Juli 2009 11:15
Eine neue Injektion soll fünf Wochen vor Gelsenstichen bewahren. ÖSTERREICH
machte mit Ex-Miss Silvia Hackl den Tauglichkeitstest.
Impfung im Check
Impfexperte Fritz Hasengschwandtner weiß seit
Kurzem nicht, was mehr nervt: Das Gesurre der Gelsen oder das
Non-Stop-Klingeln seines Handys. Denn das Echo auf die ÖSTERREICH-Berichte
über die neue Gelsenimpfung ist enorm. „Täglich rufen zahlreiche Ärzte aus
ganz Österreich in meiner Praxis an, um sich bei mir über die Injektion zu
erkundigen, weil ihre Patienten sich impfen lassen wollen“, erzählt der
Mediziner aus Oberösterreich.
Seit die Gelsenplage ganz Österreich im Griff hat, ist guter Rat gegen die
lästigen Blutsauger teuer. Die neue Gelsenimpfung lässt viele hoffen,
endlich von den bluthungrigen Mücken erlöst zu werden.
Der ÖSTERREICH-Test
Doch wie wirkt die Impfung, von der man
bis jetzt nichts wusste? Gibt es Nebenwirkungen? Ist die Injektion nur eine
clevere Geschäftsidee oder schützt sie wirklich vor den stechwütigen Gelsen?
ÖSTERREICH wollte wissen, was die Impfung wirklich taugt und machte den
Test. Als Testperson stellte sich Ex-Miss- Austria Silvia Hackl zur
Verfügung. Die Beauty ließ sich von Mediziner Franz Hasengschwandtner den
Anti-Gelsen-Cocktail, über den ganz Österreich spricht, injizieren.
Vitamin-B macht immun
Eines gleich vorweg: Bei der Gelsenimpfung
handelt es sich nicht um einen chemischen Impfstoff, sondern nur um eine
konzentrierte Dosis Vitamin-B. Der Trick: Der Inhaltsstoff verändert den
Geruch der Haut. Was für die Menschen nicht wahrnehmbar ist, schreckt die
Blutsauger ab. „Ich injiziere 0,3 Milliliter Vitamin-B. Das reicht, um fünf
Wochen nicht belästigt zu werden“, erzählt Experte Hasengschwandtner.
Einer, der sich seit Jahren Mücken mittels der Vitamin-B-Bombe vom Leib
hält, ist EAV-Frontman Klaus Eberhartinger. Der Wahl-Afrikaner schwört auf
die Methode: „Seit Jahren schütze ich mich so vor den Malaria-Moskitos, wenn
ich in mein Haus nach Kenia fliege. Seit ich Vitamin-B spritze, wurde ich
noch nie krank“, erzählt der Ex-Dancing Star.
Sechs Injektionen
Für Ex-Miss Silvia Hackl allerdings startet der
Test mit einem Schockmoment: Sechs Spritzen ins Gesicht (!) soll sie über
sich ergehen lassen. In jede ihrer attraktiven Gesichtshälften will
Experte Hasengschwandtner drei Mal spritzen. In die Nasolabialfalte
(Lachfalte), hinter und vor das Ohr wird das Vitamin-B mit feinen Nadeln
injiziert. „An diesen sechs Punkten gelangt das Vitamin-B gut in das
Lymphsystem. Schon nach einen Tag setzt die Wirkung ein“, erklärt der
Mediziner.
Test am Neusiedlersee
Fragt sich, was ist härter? Sechs Stiche
ins Konterfei oder Hunderte Gelsenattacken? Doch schon nach der ersten
Injektion gibt die Ex-Miss Entwarnung. „Die Stiche fühlen sich wie kleine
Pikser an. Das schmerzt nicht“, sondern erinnert eher an Homöopathie.
Am nächsten Tag geht es dann ab an den Neusiedlersee. Das Gelsenmekka ist
für seine aggressiven Blutsauger bekannt. Und Hackl lässt keinen
Gelsen-Hotspot aus: Schifffahrt am See, Vorstellung in Mörbisch,
Übernachtung in Rust. Die Gelsen allerdings meiden die Ex-Miss wie ein rotes
Tuch.
Test in Mörbisch
Silvia Hackl: "Ich bin begeistert"
So
lief der Test. Donnerstag, gegen 14.00 Uhr. Die Ex-Miss Austria Silvia
Hackl sucht in Bad Leonfeld in Oberösterreich die Praxis von Franz
Hasengschwandtner auf, um die neue Gelsenimpfung zu testen. „Ich hatte davon
in ÖSTERREICH gelesen und wollte wissen, ob das Mittel gegen die lästigen
Blutsauger etwas taugt“, so Hackl.
Nach dem Beratungsgespräch hadert die Ex-Miss, ob sie sich impfen lassen
soll. Denn sie hatte mit einer harmlosen Impfung in den Oberarm gerechnet.
„Als ich hörte, dass ich sechs Stiche ins Gesicht bekomme, war ich doch
etwas nervös. Aber die Nadeln sind sehr klein, sodass man die Stiche nur als
kleine Pikser spürt“, erzählt Hackl erleichtert. Mutig lässt sich die
Beauty in jede Gesichtshälfte jeweils drei Mal Vitamin B-Spritzen
injizieren. Kostenpunkt für die Impfung: 35 Euro.
Gleich einen Tag später steht der Hardcore-Test am Programm. Die Beauty wagt
sich in die Gelsenhochburg nach Rust am Neusiedlersee. „Ich habe mir bei den
Mörbisch-Festspielen My Fair Lady angeschaut. Doch weder bei der Bootsfahrt
über den Neusiedlersee, noch bei der Vorstellung und beim Essen danach habe
ich auch nur einen Stich abbekommen. Die Gelsen kommen zwar, aber ergreifen
gleich die Flucht.“
Fazit des Tests: Die Impfung ist echt ihr Geld wert.