Bilder - Das ist Bilder - Das ist

Ab 26.3.

© Schiwago Film / Dor Film / Hugofilm

 

Bilder - Das ist "Mein Kampf" im Kino

Am 26.3. kommt eine Hitler-Groteske in die Kinos, die sich komödienhafter Form mit dem Trauma der Shoah beschäftigt. "Mein Kampf" basiert auf dem gleichnamigen Stück von George Tabori.

Diashow "Mein Kampf" - Der Film in Bildern
Tom Schilling als Hitler

Tom Schilling als Hitler

Für Hitler, der seine Talente maßlos überschätzt, bricht eine Welt zusammen, als ihn die „Akademie der bildenden Künste“ zwei Mal ablehnt

Gretchen und Hitler

Gretchen und Hitler

Das Verhalten des mittellosen, immer aufsässiger werdenden Hitler wird unerträglich

Hitler und Gretchen

Hitler und Gretchen

Schlomo empfielt Hitler in die Politik zu gehen - über gewisse Führungsqualitäten verfüge er ja scheinbar

Hitler und Gretchen

Hitler und Gretchen

"Mein Kampf" ist keine historische Rekonstruktion von Hitlers Wiener Zeit.
Sondern die zeitlose Parabel vom Guten, das dem Bösen dient und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt.

Hitler und Schlomo

Hitler und Schlomo

Der gastfreundliche, menschenliebende Schlomo fühlt sich verantwortlich für den ungestümen Hitler und nimmt sich seiner an.

Bernd Birkhahn spielt Lobkowitz; Götz George als Schlomo Herzl

Bernd Birkhahn spielt Lobkowitz; Götz George als Schlomo Herzl

Beide Juden wohnen zusammen mit Hitler in einer Baracke

"Mein Kampf"

"Mein Kampf"

Elisabeth Orth brilliert in der charismatischen Rolle der Frau Tod

Götz George

Götz George

Hitler nutzt Schlomo, der für ihn kocht, wäscht und ihm sogar den Bart stutzt, schamlos aus und macht ihm obendrein das junge Gretchen abspenstig.

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  Diashow

"Mein Kampf"-Inhalt

Im Jahre 1910 reist der junge Hitler (Tom Schilling) aus der tiefsten österreichischen Provinz nach Wien, um als Maler die ganze Welt zu erobern.

In einem Männerheim in der Leichengasse mietet er sich ein, um dem großen Tag der Aufnahmeprüfung an der „Akademie der bildenden Künste“ entgegenzufiebern. Die schäbige Baracke, die von unzähligen Arbeitern und Landstreichern bevölkert wird, teilt er sich mit zwei Juden: Dem windigen Bibelverkäufer Schlomo Herzl (Götz George) und dem Kosher-Koch Lobkowitz (Bernd Birkhahn), der behauptet, Gott zu sein. Mitunter vollbringt er tatsächlich Wunder.

Der altersweise Schlomo will ein eigenes Buch schreiben: „Mein Leben“ findet wenig Anklang, „Mein Kampf“ dafür umso mehr. Auch Adolf Hitler ist begeistert. Der gastfreundliche, menschenliebende Schlomo fühlt sich verantwortlich für den ungestümen Hitler und nimmt sich seiner an.

Doch für Hitler, der seine Talente maßlos überschätzt hat, bricht eine Welt zusammen, als ihn die „Akademie der bildenden Künste“ Tage später bereits zum zweiten Mal ablehnt. Und wieder ist es der gute Schlomo, der ihm zu Hilfe eilt, als er sich in seiner Hoffnungslosigkeit das Leben nehmen will.

Das Verhalten des mittellosen, immer aufsässiger werdenden Hitler, der in der Schere zwischen eigenem Größenwahn und bestätigter Talentfreiheit in Hass und Paranoia versinkt, wird für Schlomo immer unerträglicher. Hitler nutzt Schlomo, der für ihn kocht, wäscht und ihm sogar den Bart stutzt, schamlos aus und macht ihm obendrein das junge Gretchen (Anna Unterberger) abspenstig. Ironischerweise ist es ausgerechnet Schlomo, der Hitler empfiehlt, sein Glück in der Politik zu suchen. Über gewisse Führungsqualitäten verfüge er ja scheinbar.

Wenig später findet Hitler Anschluss an eine radikale Gruppe, der zum Durchsetzen ihrer ehrgeizigen Ziele jedes Mittel recht ist. Er stellt sich schließlich an deren Spitze.

Die Filmgroteske MEIN KAMPF, nach der fabelhaften, weltweit gespielten Vorlage von George Taboris Theaterstück, ist keine historische Rekonstruktion von Hitlers Wiener Zeit.

Es ist vielmehr die zeitlose Parabel vom Guten, das dem Bösen dient und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt.

George Tabori über den Stoff
"Die besten Witze kommen von den Juden, und die, die nicht von Juden stammen, sind einfach nicht komisch. Humor hat für mich also nichts mit 'Witze erzählen' zu tun, also das Ironische, das die Deutschen so gut beherrschen und mit Humor verwechseln. Humor ist ein Lebensweg und hat sehr viel mit Toleranz zu tun. Er ist relativierend, und natürlich spielt immer das 'Prinzip Hoffnung' eine Rolle, er ist ein Überlebensweg oder Rettungsweg, manchmal ist er die Heiterkeit der Verzweiflung. Im jüdischen Witz ist die Katastrophe verträglicher, damit man sie ertragen kann."

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