Die Kino-Highlights der Woche

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Die Kino-Highlights der Woche

Die Rolle der unkonventionellen Mama stand Meryl Streep schon im "ABBA Musical" gut. In ihrem neuen Film "Ricki - Wie Familie so ist" überzeugt sie als Rocker-Mutter, die sich damals gegen ihre Kinder und für die Karriere entschied. Nun kehrt sie wieder zurück zu ihrer Familie und stellt alles auf den Kopf.

Als unkonventionell könnte man auch Michael Fassbender als "Frank" bezeichnen. Die schräge Komödie dreht sich um den Frontmann einer Rockband, der seinen Pappmaschee-Kopf nie absetzt. Doch wie ist eigentlich so das Leben ohne Gesicht?

oe24 hat für Sie die Filmstarts der Woche im Überblick.

The Transporter Refueled
F/CHN 2015, 96 min
Regie: Camille Delamarre
Mit: Ed Skrein, Loan Chabanol, Lenn Kudrjawizki, Radivoje Bukvic,
Ray Stevenson

www.transporter-refueled-film.de

Eigentlich will "Transporter" Frank Martin (Ed Skrein) an der sonnigen französischen Riviera doch nur Pakete ausliefern, ohne Fragen zu stellen. Aber irgendwie kommt immer was dazwischen. In "Transporter Refueled", dem vierten Teil der Reihe, sind es Ex-Prostituierte, die sich an einer Gruppe fieser Zuhälter rächen wollen. Dazu brauchen sie Frank, den coolsten, pünktlichsten und britischsten Transportfahrer der französischen Unterwelt - und entführen mal eben seinen Vater (Ray Stevenson), um ihn hilfsbereit zu stimmen. Zwischen Vater, Sohn und den vier Frauen entwickelt sich während spektakulärer Verfolgungsjagden und ausführlichen Kampfszenen eine ganz eigene Chemie.


Kind 44
USA 2014, 137 min
Regie: Daniel Espinosa
Mit: Xavier Atkins, Mark Lewis Jones, Tom Hardy, Joel Kinnaman,
Fares Fares

www.kind44-film.de

Eine gigantische Geheimdienstmaschinerie sorgt in der stalinistischen Sowjetunion für Angst und Schrecken. Niemand traut niemandem. Regimegegner werden gnadenlos verhaftet und eliminiert, Verbrechen gibt es offiziell nicht in dieser klassenlosen Gesellschaft, in der jeder glücklich sein soll. Einer dieser Geheimdienstoffiziere ist Leo Demidow (Tom Hardy), ein gefeierter Kriegsheld, der fest an die Ideale seines Landes glaubt. Als er schließlich versucht, eine Reihe von Kindermorden aufzuklären, gerät er in Widerspruch zu den bestehenden Verhältnissen. Regisseur Daniel Espinosa schildert in "Kind 44", einer Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Tom Rob Smith, den Weg eines linientreuen Geheimdienstoffiziers, dessen Weltbild ins Wanken gerät und der schließlich zum verfolgten Außenseiter wird.


French Women - Was Frauen wirklich wollen
F 2014, 116 min
Regie: Audrey Dana
Mit: Isabelle Adjani, Alice Belaidi, Laetitia Casta, Audrey Dana,
Julie Ferrier, Vanessa Paradis, Sylvie Testud

http://frenchwomen.de

Elf Frauen auf der Suche nach dem Glück - und dem richtigen Mann. Unter dem Titel "French-Women - Was Frauen wirklich wollen" hat die französische Regisseurin und Schauspielerin Audrey Dana eine Komödie entworfen, in der sich die Wege von Frauen kreuzen, die unterschiedlicher nicht sein können. Rose ist Managerin in einer millionenschweren Firma, Agathe Jung-Anwältin und Fanny eine nymphomanische Busfahrerin. Nur eines haben sie gemeinsam: Die Suche nach Liebe, denn so richtig glücklich sind sie alle nicht. Jo hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann, Ysis wird von ihrem Mann betrogen und Lili kämpft mit den Wechseljahren. Für ihren Erstlingsfilm konnte Dana, die in der Komödie auch mitspielt, eine Riege bekannter französischer Schauspielerinnen gewinnen, darunter Vanessa Paradis, Isabelle Adjani, Laetitia Casta und Julie Ferrier.


Der Sommer mit Mama
BRA 2015, 110 min
Regie: Anna Muylaert
Mit: Regina Case, Michel Joelsas, Lourenco Mutarelli, Camila
Mardila, Karine Teles

www.sommer.pandorafilm.de

Haushälterin Val (Regina Case) lebt seit Jahren bei einer wohlhabenden Familie im brasilianischen Sao Paulo. Obwohl sie wie eine Mutter für den 17 Jahre alten Sohn ihrer Arbeitgeber ist, gibt es ein strenges Machtgefüge. Während Val ihre Rolle akzeptiert, will sich ihre Tochter damit nicht abfinden. Sie will bald studieren und tritt sehr selbstbewusst auf, als sie ihre Mutter besucht. Den Sommer verbringen sie zusammen auf dem Anwesen der Familie - der Konflikt ist programmiert. Das sozialkritische Drama "Der Sommer mit Mama" hat viele humorvolle Seiten.


Dior und ich
F 2014, 89 min
Regie: Frederic Tcheng

http://dior-und-ich-derfilm.de

Am 9. April 2012 wurde der belgische Stardesigner Raf Simons als Nachfolger des in Unehren gegangenen John Galliano zum Kreativdirektor der Damenlinien bei Dior ernannt. In den kommenden zwei Monaten hatte er unter extremem Zeitdruck seine erste Haute-Couture-Kollektion zu entwerfen und zu präsentieren. Und sich damit zugleich bei Mitarbeitern, Kunden, Fans und Finanziers des Hauses zu profilieren. Dem französischem Filmemacher Frederic Tcheng (Regie, Drehbuch, Produktion) ist es erstmals gelungen, dem Modeschöpfer und seinem beeindruckenden Team bei ihrer Arbeit hautnah zu kommen.


Cure - Das Leben einer anderen
CH/HR/BIH 2014, 83 min
Regie: Andrea Staka
Mit: Sylvie Marinkovic, Lucija Radulovic, Marija Skaricic, Mirjana
Karanovic, Leon Lucev

www.cure-film.com

Die 14-jährige Linda kehrt mit ihrem Vater ins Nachkriegs-Dubrovnik des Jahres 1993 zurück. Sie freundet sich mit Eta an, die ihre einen verbotenen Wald außerhalb der Stadt zeigt. Es entspinnt sich ein obsessives Spiel um Identität, nach dem Linda alleine in die Stadt zurückkehren wird. Dort nimmt sie schon bald Etas Platz in deren Familie ein. In einer von Frauen und ihren Verlusterfahrungen des Krieges geprägten Welt droht Linda dabei jedoch alsbald, den Boden unter den Füssen zu verlieren. Doch immer wieder taucht Eta auf und konfrontiert sie mit sich selbst.


Frank
GB/IRL 2014, 95 min
Regie: Lenny Abrahamson
Mit: Michael Fassbender, Domhnall Gleeson, Maggie Gyllenhaal, Scoot
McNairy, Tess Harper

http://frank-film.com

Michael Fassbender ist als Frank, dem Frontmann einer experimentellen Rockband, nicht wiederzuerkennen. Das liegt daran, dass der deutsch-irische Schauspieler in der surreal-schrägen Komödie "Frank" stets einen riesigen Kopf aus Pappmaschee trägt. Der irische Regisseur Lenny Abrahamson ("Garage") entlockt dem Star an der Seite von Maggie Gyllenhaal und Domhnall Gleeson trotz eingeschränkter Mimik einen wunderbar skurrilen Auftritt als Außenseiter, der sich selbst finden muss und dabei andere auf seinem Weg wundersam inspiriert. Am Ende steht eine charmante Indie-Musikkomödie mit menschlichen Wahrheiten abseits des Mainstreams.

Ricki - Wie Familie so ist
USA 2015, 99 min
Regie: Jonathan Demme
Mit: Meryl Streep, Kevin Kline, Mamie Gummer, Sebastian Stan, Ben
Platt, Rick Springfield

www.rickiwiefamiliesoist.de

Kind oder Karriere? Im Film "Ricki - Wie Familie so ist" mit Oscar-Preisträgerin Meryl Streep ist die Entscheidung klar. Auf jeden Fall der Beruf, ist er für die Rockmusikerin Ricki doch eine Berufung. Statt sich um Mann und Kinder zu kümmern, widmet sie ihr Leben der Band Ricki and the Flash. Jahre später kehrt sie zu ihrer Familie zurück und stellt schockiert fest: So einfach geht das nicht. Ihre beiden Söhne und ihre Tochter Julie wollen nichts von ihr wissen. Und auch ihr Ex-Mann Pete ist glücklich mit seiner neuen Frau Maureen. Trotzdem will Ricki wenigstens einen kleinen Platz im Leben ihrer Familie zurückerobern. Jonathan Demme ("Das Schweigen der Lämmer") hat die Tragikomödie rund um Meryl Streep inszeniert, die dafür sogar Gitarrenunterricht nahm und alle Songs selbst singt und spielt. Neben Streep spielt auch Mamie Gummer mit. Sie ist ihre Tochter - im Film und auch im echten Leben. (Die APA hat heute, Freitag, unter APA0046 eine ausführliche Kritik versendet.)

 

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