Die Kino-Highlights der Woche

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Die Kino-Highlights der Woche

2008 wurde das Kellerverlies entdeckt, in dem Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang eingesperrt und sieben Kinder mit ihr gezeugt hatte. Der Fall ist nicht nur österreichweit ins Gedächtnis gebrannt, er hat auch Emma Donoghues außergewöhnlichen Roman "Raum" inspiriert. Die Verfilmung widmet sich nicht nur dem Verbrechen an sich, sondern der Mutter-Kind-Beziehung. Brie Larson schlüpft in die Rolle ihres Lebens (Oscar als beste Hauptdarstellerin!).

Weniger beklemmend, dafür umso witziger geht es im dritten Teil von "Kung Fu Panda" zu. Der gefräßige Bär ist der einzige, der den Schurken Kai aufhalten kann, der jeden Kung Fu-Meister zur Strecke bringt. Doch dafür braucht er ausgerechnet die Hilfe seines nicht minder gefräßigen Vaters und einer Horde tollpatschiger Pandas.

oe24 hat für Sie die Filmstarts der Woche im Überblick.

Raum
CDN/IRL 2015, 118 min
Regie: Lenny Abrahamson
Mit: Brie Larson, Jacob Tremblay, Joan Allen, Sean Bridgers, William
H. Macy

www.raum-film.at

Sein ganzes Leben kennt der fünfjährige Jack (Jacob Tremblay) nur einen neun Quadratmeter großen Raum - und ist glücklich. Seine Mutter Joy (Brie Larson) hat für ihn die perfekte Illusion geschaffen. Sie selbst lebt seit ihrer Entführung vor sieben Jahren dort - bis ihr die Flucht gelingt. Doch das Leben in Freiheit ist schwieriger als gedacht, zu groß ist die Entfremdung, sind die Vorwürfe und Vorbehalte. Während Jack sich schneller an das Leben gewöhnt, gerät Joy in eine immer größere Isolation. Lenny Abrahamson hat den gleichnamigen Bestseller von Emma Donoghue als beklemmendes Drama auf die Leinwand gebracht. Für ihre Rolle als verzweifelte und zugleich willensstarke Mutter erhielt Brie Larson im Februar den Oscar als beste Hauptdarstellerin.


Die Bestimmung - Allegiant (Teil 1)
USA 2016, 121 min
Regie: Robert Schwentke
Mit: Shailene Woodley, Theo James, Naomi Watts, Zoe Isabella
Kravitz, Jeff Daniels, Maggie Q

 www.thedivergentseries.movie

Chicago, in einer fernen Zukunft: Eigentlich könnten Tris und ihr Freund Four den Sieg über das autoritäre Kastenregime feiern. Doch Fours Mutter Evelyn und ihre Anhänger nutzen das Machtvakuum, um eine Ordnung zu errichten, die auf der Todesstrafe und der Ausgrenzung Andersdenkender beruht. Das gefällt Tris, Four und ihren Freunden gar nicht. Gegen Evelyns Willen wollen sie herausfinden, wie die Welt jenseits der Mauer aussieht, die die Stadt umgibt. Auf der anderen Seite erwarten Tris entsetzliche Erkenntnisse über den Zustand der Welt - und eine große Aufgabe: Sie soll den Menschen ihre verlorene Zukunft zurückgeben. Aber Four bezweifelt, dass Tris der Forschergemeinschaft, in die sie aufgenommen wird, wirklich trauen kann. So beginnt für die beiden eine neue Mission voller Gefahren.


A Good American
A 2015, 100 min
Regie: Friedrich Moser

http://agoodamerican.org

Fast eineinhalb Jahrzehnte nach 9/11 und ein paar Jahre nach den Enthüllungen des Ex-US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden über massive Überwachungsprogramme unter anderem der NSA ist längst noch nicht alles zu diesen Themen gesagt. Das zeigt auch die Doku "A Good American", die die Frage aufwirft, ob man die Anschläge mithilfe eines Computerprogramms vielleicht hätte verhindern können. Im Mittelpunkt des Films steht der "gute Amerikaner" William Binney, der selbst ausführlich zu Wort kommt, aber auch aus der Sicht anderer beschrieben wird. So erlaubt Regisseur Friedrich Moser Einblicke in die Arbeitsweise, aber auch in die Gedankenwelt des früheren Analysten und Krypto-Mathematikers.


Thank You For Bombing
A 2015, 100 min
Regie: Barbara Eder
Mit: Erwin Steinhauer, Susi Stach, Raphael van Bargen

www.thankyouforbombing.at

Der Krieg hinterlässt Spuren. So ist es auch bei den drei Protagonisten von Barbara Eders gelungenem Spielfilm "Thank You For Bombing". In drei lose zusammenhängenden Episoden lässt die österreichische Regisseurin ebenso viele Journalisten an ihrem Beruf und sich selbst zweifeln. Während Ewald (Erwin Steinhauer) auf dem Weg nach Kabul von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, muss die ambitionierte Lana (Manon Kahle) nicht nur mit den Gepflogenheiten vor Ort umgehen lernen, sondern sieht sich Übergriffen aus unerwarteter Richtung gegenüber. Der dritte im Bunde ist Cal (Raphael von Bargen), desillusioniert und nur der nächsten Schlagzeile auf der Spur. Eder ist ein mitunter zynischer, dabei aber die Figuren stets ernst nehmender Exkurs in ein Metier geglückt, dem man täglich begegnet. Nur kennt man die Suche nach der nächsten Story wohl noch nicht aus diesem Blickwinkel.


Son Of Saul
H 2015, 107 min
Regie: Laszlo Nemes
Mit: Geza Röhrig, 'Kecske' Molnar Levente, Urs Rechn, Sandor Zsoter,
Todd Charmont

www.sonofsaul.de

Hier hinzusehen und hinzuhören schmerzt: Laszlo Nemes Debütfilm "Son of Saul" folgt seiner Titelfigur durch die Gräuel des Konzentrationslagers Auschwitz. Der Gefangene Saul Ausländer (Geza Röhrig) ist Teil eines Sonderkommandos, das für die Nazis an der Ermordung der Häftlinge mitwirkt. Als er eines Tages die Leiche seines Sohnes zu entdecken glaubt, gerät seine in Brutalität und Abstumpfung getauchte Welt aus den Fugen. Er versucht, dem Buben eine anständige Bestattung Teil werden zu lassen - koste es, was es wolle. Nemes hat für sein Werk sowohl den Großen Preis der Jury in Cannes als auch den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film erhalten. Dem ungarischen Regisseur gelingt durch unkonventionelle Stilmittel, den Horror des KZ ebenso einzufangen wie die Zielstrebigkeit seiner Hauptfigur. Ein beklemmender Film, der lange nicht mehr loslässt.


Lolo - Drei ist einer zu viel
F 2015, 99 min
Regie: Julie Delpy
Mit: Julie Delpy, Dany Boon, Vincent Lacoste, Karin Viard, Antoine
Lounguine, Karl Lagerfeld

www.lolo-derfilm.de

Pariser Arroganz trifft auf provinzielle Bodenständigkeit: Während eines Kurztrips mit ihrer lebenslustigen Freundin Ariane (Karin Viard) in Südfrankreich verliebt sich die neurotische Violette (Julie Delpy) ausgerechnet in den Computer-Nerd Jean-René (Dany Boon). Als dieser auch noch nach Paris zieht, scheint das Glück trotz aller Gegensätze für die lange nicht nur sexuell frustrierte Violette perfekt. Wäre da nicht ihr verwöhntes Muttersöhnchen Lolo (Vincent Lacoste), das keine auch noch so kriminelle Gelegenheit auslässt, um den Nebenbuhler auszuschalten. Das nimmt teils witzige, aber vor allem groteske Ausmaße an, sodass am Ende eine überdrehte Komödie voller Klischees bleibt.


Schellen-Ursli

CH 2015, 100 min
Regie: Xavier Koller
Mit: Jonas Hartmann, Peter Jecklin, Julia Jeker, Herbert Leiser,
Sarah Sophia Meyer

www.schellenursli.com

Wer die Geschichte vom Schellen-Ursli aus dem Schweizer Kinderbuch kennt, weiß, sie ist zu kurz für einen abendfüllenden Spielfilm. In der Verfilmung durch den Schweizer Regisseur Xavier Koller (1991 Auslands-Oscar für "Reise der Hoffnung") bildet sie gleichsam nur noch den Schlusspunkt. Das Ergebnis vereint herzige Kinder, gut dressierte Tiere, eine Postkartenlandschaft, ein Bilderbuchdorf und volkstümliche Nostalgie.


Kung Fu Panda 3
USA/CHN 2015, 95 min
Regie: Alessandro Carloni, Jennifer Yuh

www.kungfupanda3-derfilm.at

Im dritten Teil der Serie sind die beliebten Charaktere aus den beiden Vorgängern wieder mit von der Partie - und sollen diesmal Kung-Fu-Tricks vom gefräßigen Panda Po lernen: denn eine dunkle Bedrohung wird einer Prophezeiung zufolge bald auftauchen. Der Name des übernatürlichen Schurken: Kai, ein Yak aus der Geisterwelt. Seine Mission: Jeden einzelnen Kung-Fu-Meister in China zu vernichten. Der einzige, der ihn stoppen kann, ist Po. Doch der traut sich das nicht zu. Und dann taucht nach Jahren des Unwissens auch noch Pos leiblicher Panda-Papa auf. Der mindestens genauso nimmersatte Li erzählt seinem Sohn von einem Ort, an dem die restlichen Pandas leben. Also begibt sich Po mit seinem Vater auf die Suche nach seiner Vergangenheit - und findet sich selbst. Und dann steht Bösewicht Kai auch schon vor den Toren, und Po muss sich als Kung-Fu-Lehrer und -Kämpfer beweisen. In der deutschen Version mit den Stimmen von Bettina Zimmermann, Ralf Schmitz und Cosma Shiva Hagen.

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