Viel Action und wenig Charme

Die drei Musketiere

Viel Action und wenig Charme

Wer in dieser ­Kostüm-Action-Knallerei irgendwann glaubt, er sei im falschen Film gelandet – der liegt richtig.

Altbekannt
Paul W. S. Anderson, Regisseur der Resident Evil-Serie, macht bei seinem Ausflug ins Mantel & Degen-Fach dort weiter, wo er bei den Evil-Reißern aufhörte. Seine Hauptdarstellerin – und Gemahlin – Milla Jovovich steckt zwar im höfischen Ornat statt im Kampf-Overall, doch das Strickmuster der Actionszenen ist (nicht nur) ihr aus Resident Evil bestens bekannt. Oder aus Mission: Impossible. Oder aus asiatischen Mar­tial-Arts-Filmen.

Keine Raffinesse
Fazit: In dieser neuen 3-D-Version von Die drei Musketiere zählt eine deftige Explosion stets mehr als ein Hauch von Raffinesse. Das tut dem Film nicht gut, der jede Form von Charme vermissen lässt. Und der obendrein noch unter anderen Problemen leidet, zum Beispiel unter einem lieblos dahingerotzten Drehbuch. Die Helden und Schurken des 17. Jahrhunderts plappern in der Alltagssprache von heute drauflos.

Waltz als Lichtblick
Christoph Waltz liefert den einzigen Lichtblick in dieser Ödnis. Der Wiener spielt den machtgierigen Kardinal Richelieu und er verleiht dem unfrommen Kirchenmann eine Aura aus dunklem Witz und eleganter Niedertracht. Die eher rüpelhaften Musketiere können da nicht mithalten, und der kindliche Logan Lerman ist als D’Artagnan eine krasse Fehlbesetzung.

Die drei Musketiere. D/USA 2011. 
111 Min. Von Paul W. S. Anderson. Mit Christoph Waltz, Milla Jovovich.

Kino Bewertung Sterne © TZ ÖSTERREICH

Autor: Gunther Baumann
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