Krisentreffen wegen Hobbit-Dreh

Auf Regierungsebene

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Krisentreffen wegen Hobbit-Dreh

Neuseeland hat sich die Dreharbeiten zu den geplanten Hobbit-Filmen trotz Krisentreffen auf höchster Regierungsebene noch nicht gesichert. Das Filmstudio Warner Brothers erwägt auch andere Standorte für die Verfilmung. Es verlangte am  Dienstag, 26.10. von den Neuseeländern eine Änderung der Arbeitsgesetze, um einen Schauspieler-Streik zu verhindern, und weitere Steuernachlässe, sagte Premierminister John Key. Die Gespräche mit den Gästen aus Hollywood gingen weiter.

Demos
Die Vorgeschichte der "Herr der Ringe"-Trilogie sollte wie das oscargekrönte Hauptwerk eigentlich in der Heimat von Regisseur und Produzent Sir Peter Jackson gefilmt werden. Doch drohten internationale Schauspielergewerkschaften mit einem Boykott, weil Jackson auch Leute beschäftigen wollte, die nicht Mitglieder sind. Jackson warnte, dass er einen Abzug etwa nach Osteuropa dann nicht ausschließen könne. Die Boykott-Drohung wurde zwar zurückgenommen, doch blieb das Filmstudio alarmiert. Am Montag waren in der Hauptstadt Wellington, aber auch in Auckland, Christchurch,  Queenstown und anderswo tausende Menschen auf die Straße gegangen und hatten für einen Verbleib der Dreharbeiten in Neuseeland demonstriert.

Regierung kommt entgegen
John Key sagte, seine Regierung könne niemals so große Steuergeschenke bieten wie andere Länder, die die Dreharbeiten haben wollen. "Wir sind aber bereit, ihnen entgegen zu kommen", sagte er. Die Verfilmung soll im kommenden Februar beginnen. Geplant sind zwei Teile in 3D.

Teueste Filme
Jackson hatte in Wellington schon ein Casting für Freiwillige veranstaltet - er sucht Darsteller, die nicht größer als 1,58 Meter sind. Jackson hatte mit der aufwendigen Verfilmung des Romans "Herr der Ringe" um die Fantasiewelt Mittelerde mehrere Oscars gewonnen. Die drei Filme spielten in den Kinos weltweit knapp drei Milliarden Dollar ein. Für die beiden Hobbit-Verfilmungen ist ein Budget von über 500 Millionen Dollar veranschlagt.
 

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