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Sieht er Fehler ein?

"Mag Schwein sein, aber kein Nazi "

Der dänische Regisseur Lars von Trier hat seine "Verbannung" vom Festival in Cannes akzeptiert und für seine Äußerungen über Hitler und die Nazis um Verzeihung gebeten. "Das war total schwachsinnig", sagte von Trier am Donnerstag, 19.5., der Deutschen Presse-Agentur in Cannes. "Natürlich sympathisiere ich nicht mit Hitler. Ich mag ein Schwein sein, aber ein Nazi bin ich nicht."

Hitler-Sager
Kurz zuvor hatte der Verwaltungsrat des wichtigsten Filmfestivals der Welt den Dänen für dieses Jahr zur "Persona non grata" erklärt und ihm die Akkreditierung entzogen. Von Trier darf das Festivalpalais in Cannes vorerst nicht mehr betreten. Am Vortag hatte von Trier auf einer Pressekonferenz unter anderem gesagt, er habe deutsche Wurzeln, verstehe Hitler und sei ein Nazi.

Gilt nur 2011
Ein Ausschluss wie für von Trier ist in den bisher 64 Jahrgängen von Cannes noch nie passiert und gilt auch nur für 2011, wie Festivalpräsident Gilles Jacob und sein Bevollmächtigter Thierry Frémaux in einem Pressegespräch betonten. Im Verwaltungsrat sitzen unter anderem staatliche und städtische Vertreter. Die Entscheidung sei nicht einstimmig erfolgt und gelte auch nur für die Person Lars von Trier, nicht für seinen Film "Melancholia". Der Film steht damit weiterhin im Wettbewerb um die Goldene Palme.

Dieses Mal zu weit gegangen

Der Regisseur habe seine Fehlleistung voll eingesehen und die Folgen akzeptiert, sagte Frémaux: "Er ist bekannt für seine Provokationen, aber er hat begriffen, dass er dieses Mal zu weit gegangen ist."


 

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