Gelungener Aufguss eines Genreklassikers

Predators

© 2010 Twentieth Century Fox

Gelungener Aufguss eines Genreklassikers

Vor 23 Jahren kämpfte Arnold Schwarzenegger mit einer Gruppe von Söldnern im zentralamerikanischen Dschungel gegen ein unsichtbares außerirdisches Wesen, genannt Predator. Der Horror-SciFi-Actionfilm wurde - als Vietnam-Parabel gedeutet - zum Klassiker und zeitigte sowohl ein Sequel als auch Crossover-Ableger wie "Alien vs. Predator". Nun hat sich Robert Rodriguez ("Planet Terror") als Produzent des Stoffes angenommen und die Vorzeichen umgedreht: Eine bunt durchgemischte Truppe von Elite-Soldaten landet auf einem fremden Planeten, wo die Jäger selbst zu Gejagten werden.

Tödliche Jagd
Das Wort "Predator" bezeichnet ursprünglich ein Tier, das sich ein anderes, noch lebendes Tier als Beute nimmt, ein erbarmungsloser Jäger, der sich seiner Überlegenheit bewusst ist und ein tödliches Spiel spielt. Auf dem fremden Planeten in Rodriguez' Universum treiben gleich drei Predator ihr Unwesen, ein Anführer und zwei Jagdgehilfen - und sie jagen, ausgestattet mit feinem Gehör und Wärmebild-Sensoren, offenbar mit Vorliebe Menschen. In diesem Fall wurden u.a. der skrupellose Söldner Royce (Adrien Brody) und die Black Op-Scharfschützin Isabelle (Alice Braga) ausgewählt, um möglichst lange und erfolgreich um ihr Leben zu kämpfen.

Royce und Isabelle wurden ebenso unerklärlicherweise per Fallschirm und schwer bewaffnet in den Dschungel abgeworfen wie der zum Tod verurteilte Mörder Stan (Walton Googins), der Yakuza-Killer Hanzo (Louis Ozawa Changchien), der mexikanische Drogengangster Cochillo (Danny Trejo), der russische Soldat Nikolai (Oleg Taktarov) , Mombasa von den Todesschwadronen aus Sierra Leone (Mahershalalhashbaz Ali) und der Arzt Edwin (Topher Grace), von dem man erst im Laufe der Jagd erfahren wird, warum er auf der Liste der meistgesuchten Verbrecher des FBI stand. Dass die meisten von ihnen das Ende des Films nicht erleben werden, versteht sich von selbst.

Fortsetzungsskript
Rodriguez verfasste schon Ende der 1980er Jahre ein mögliches Fortsetzungsskript, das damals allerdings als zu teuer in der Umsetzung galt. Wie viel nun noch vom ursprünglichen Skript übrig ist, bleibt für Außenstehende naturgemäß schwer zu sagen: Deutlich sind jedoch die dialogischen und szenischen Reverenzen an den ersten "Predator"-Film, nicht zuletzt die von Nimrod Antal schön inszenierte Kliff-Szene. Der ungarisch-amerikanische Regisseur ("Kontroll") setzte bei seiner geerdeten und teils durchaus verstörend blutigen Umsetzung auf handgemachte statt Computer-Effekte und einen hervorragenden Cast.

Dass Oscar-Preisträger Adrien Brody mit seinen Bauchmuskeln und als Anführer einer kleinen Armee von Kampfmaschinen Aufmerksamkeit erregt, wirkt zu Beginn zwar ungewohnt, aber nicht fehl am Platz. Alice Braga leistet im Dschungel ebenso wunderbare Arbeit wie der Rodriguez-Cousin und Vorzeige-"Bad Guy" Danny Trejo. Und auch Laurence Fishburne ("The Matrix") darf in einem fulminanten Nebenauftritt als schizophrener Predator-Überlebender Noland brillieren. Fans der Reihe dürfen sich jedenfalls auf einen packenden Aufguss freuen. Und auch das bisher in Deutschland als jugendgefährdend eingestufte Original ist seit 12. Mai endlich freigegeben - allerdings erst ab 16 Jahren.

Predators - Darum geht's

Eine Gruppe von Elite-Kämpfern aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt landet auf unerklärliche Weise auf einem fremden Planeten. Schon bald ahnen sie warum: Sie wurden geholt, um Teil eines mörderischen Spiels zu werden, in dem sie als Beute ausgesetzt sind. Und die Jäger sind die Predators. Royce (Adrien Brody) führt die skrupellose Gruppe an, die mit Ausnahme des Arztes Edwin (Topher Grace) aus menschlichen Predators besteht: Söldner, japanische Yakuza, Schwerverbrecher und Mitglieder des Todesschwadrons. Doch die Jäger werden nun selbst gejagt und systematisch eliminiert – von einer neuen Rasse Predators! Predators, ein neues Kapitel in der legendären Predator Reihe, entstand unter der kreativen Leitung von Robert Rodriguez. In weiteren Rollen sind Laurence Fishburne und Danny Trejo zu sehen.

"Predators" startet am 9. Juli im Kino.

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