Rapunzel - Eine herrlich haarige Heldin

Neu verföhnt

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Rapunzel - Eine herrlich haarige Heldin

Ende einer Ära: „Rapunzel - Neu verföhnt“ ist der 50. Streich aus dem Hause Disney. Danach soll endgültig Schluss sein mit Märchen.

Dieb statt Prinz
Es war wieder einmal ein junges, hübsches Mädchen: Rapunzel. Als Baby wurde sie ihren Eltern, dem Königspaar, von der bösen Gothel geraubt und in einen Turm gesperrt. Denn Rapunzel besaß blonde Zauberhaare, die es vermochten, Gothel ewige Jugend zu verleihen… Disneys Rapunzel – Neu verföhnt ist was der Titel verspricht: Die frische   Version eines alten Zopfes der Gebrüder Grimm. Kein Prinz sondern der gewöhnliche Straßendieb Flynn Rider, stolpert eines Tages in Rapuzels Turm. Optisch erinnert dieser spätestens bei der nachgeahmten „Mission Impossible“-Diebstahlsszene an Tom Cruise. Rapunzel, die nicht alleine abhauen will, erpresst Flynn: Entweder dieser nimmt  sie mit in die Welt, oder er kann  seine gestohlene Tiara vergessen. Denn an ihrem 18. Geburtstag will das Mädchen endlich die jährlich auftauchenden, fliegenden Lichter von draußen sehen.   

Schlug Potter
Disneys Rapunzel ist sympathisch. Statt im Turm zu versauern, ist das Mädchen kreativ, statt ihrem Schicksal zu harren, haut sie ab.  Entführte Prinzessinnen dürfen sich nun mit feschen Schlitzohren einlassen und  ein wenig selbst retten. Haarig ist nur die Beziehung zu Gothel: Dank des Stockholm-Syndroms kann sich Rapunzel wegen  dieser Ausgeburt aller bösen Disney-Damen fast das Happy End in die langen Haare schmieren… In den USA fegte Rapunzel Zauberschüler Harry Potter vom Chartsthron. Dieser Erfolg ist ein schöner Schlussstrich für Disney. Denn die Produktionsfirma will künftig nicht mehr auf Märchen setzen. Ob dieses Ende gut ist...

Autor: Judith Leopold
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