Streit gefährdet Hobbit-Dreh

In Neuseeland

Streit gefährdet Hobbit-Dreh

Neuseeland steht als Drehort für das "Herr der Ringe"-Prequel "Der kleine Hobbit" auf der Kippe. Nach einer längeren Auseinandersetzung mit der neuseeländischen Schauspielergewerkschaft Actors Equity bereite er und Warner Brothers die Verlegung der Dreharbeiten vor, sagte Regisseur Peter Jackson. Damit würde die Verfilmung des vor dem Beginn der Trilogie angesiedelten Stoffs um die eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen gebracht, die viel zur Atmosphäre des erfolgreichen Dreiteilers beigetragen haben.

Arbeitskonditionen
Im Kern ging es bei der Auseinandersetzung darum, dass die Gewerkschaft verlangte, dass die neuseeländischen Schauspieler zu denselben Konditionen eingestellt werden, wie ihre ausländischen Kollegen. Diese Forderung versuchten sie mit einem Boykott der Dreharbeiten durchzusetzen. Die Autorengilden in Großbritannien und den USA schlossen sich dem an.

Alterntive Drehorte
Der Terminplan für das mit einem Budget von 500 Millionen Dollar (358 Millionen Euro) ausgestattete und auf zwei Filme angelegte Projekt wurde durch diesen Streit bereits stark verzögert. Zwar beendete die Gewerkschaft den Boykott nach eigenen Angaben am Sonntag, 17.10., doch habe der Streit bereits das Vertrauen Warners in die neuseeländische Filmindustrie untergraben, teilte Jackson mit. Es würden bereits Drehorte in England und die Studios in denen die "Harry Potter"-Filme gedreht wurden auf ihre Eignung für "Der kleine Hobbit" geprüft.

SOS Hobbit

Am Mittwoch gingen über 1.000 Filmtechniker in der Hauptstadt Wellington auf die Straße, um den Hobbit-Film für Neuseeland zu retten. Sie riefen "Rettet den Hobbit", trugen Schilder mit der Aufschrift "SOS Hobbit" und verlangten von den Schauspielern, dass sie den Streit beilegten.

Nach dem großen Erfolg der "Herr der Ringe"-Filme, verbrachte Jackson drei Jahre damit, das Drehbuch für den Hobbit-Film zu schreiben. In dem Original-Buch führt "Herr der Ringe"-Autor J.R.R. Tolkien einige Hauptcharaktere ein und beschreibt erstmals die wunderbare Welt der Elfen, Zwerge, Trolle und Monster, die beide Werke bevölkern.
 

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