Sonderthema:
Sehnsucht und zerplatzte Träume

Allen-Kinofilm

© Concorde

Sehnsucht und zerplatzte Träume

Im wirklichen Leben gibt sich Woody Allen gern als Pessimist: "Unser Dasein ist eine dunkle, schmerzhafte und albtraumhafte Erfahrung, die man nur durch Illusionen erträglich machen kann.“ Jetzt schenkt Woody, der Illusionist, seinen Fans 98 Minuten Heiterkeit. Ich sehe den Mann deiner Träume heißt sein neuer Film, in dem es um Liebes-Sehnsucht, zerplatzte Träume und Wahrsagerei geht. Ein glänzendes Ensemble mit Naomi Watts, Antonio Banderas und Anthony Hopkins verhakt sich in den Fallstricken der Mann-Frau-Beziehungen.

Shakespeare
Weshalb er bei seinen Filmen immer wieder das Thema Mann & Frau wählt? "Weil es das einzige Thema ist, das uns wirklich beschäftigt“, antwortet er. "Männer und Frauen haben es immer schwer miteinander – dieses Wissen hat schon Shakespeare in seinen Komödien verwendet. Es ist nie leicht, jemanden zu finden, mit dem man eine erfüllende Beziehung aufbauen kann.“ In Woodys neuer Komödie wird einigen Figuren der richtige Blick auf den Liebes-Pfad dadurch verstellt, dass sie auf Wahrsager hören. "So ein Betrug“, ätzt der Regisseur. "Jeder kleine Variété-Zauberer versteht mehr von Magie als der erfolgreichste Wahrsager der Welt.“

Realitäts-Verweigerer
Sein eigenes Wirken versteht der Kino-Magier als Flucht: "Wenn ich Filme drehe, flüchte ich vor der Realität. Morgens, wenn meine Freunde ins Büro gehen, dann stelle ich mich hinter die Kamera und treffe Scarlett Johansson und Penelopé Cruz. Das ist doch wunderbar.“

Autor: Gunther Baumann
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