100.000-Euro-Klage gegen Paulus Manker

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100.000-Euro-Klage gegen Paulus Manker

Paulus Manker hatte letzten Herbst in Jerusalem sein Alma-Spektakel erfolgreich in Szene gesetzt. Der Theater-Event im Underground Prisoner Museum war wochenlang ausverkauft, und abgesehen von einem kleinen Clinch mit dem Kaffee-Spender Julius Meinl („jetzt ist er da, wo er hingehört, im Gefängnis“) lief alles bestens.

„Weinkrämpfe“
Doch jetzt wurde Manker (von MAK-Direktor Peter Noever einmal als „Al Kaida des österreichischen Theaters“ tituliert) vom israelischen Cameri-Theater auf 100.000 Euro verklagt. Die angeblichen Gründe: Manker habe Extra-Tickets verkauft; er habe 70.000 Schekel (13.580 Euro) in die eigene Tasche gewirtschaftet; er habe Requisiten und Kostüme nicht zurückerstattet; er habe das Museum beschädigt; er habe Zuschauer, Schauspieler und die Crew beleidigt – „Weinkrämpfe“ inklusive; er habe eine Akteurin gegen eine Zuschauerin gestoßen, sodass diese eine Kopfverletzung erlitten habe.

Konter
„Alles erfunden“, kontert Manker auf ÖSTERREICH-Anfrage. „Für mich ist ganz klar, dass sich das Cameri-Theater mit dieser Klage nur an mir rächen möchte.“ Weshalb? Er habe bereits 2003 mit dieser Truppe in Tel Aviv kooperiert, damals feierte man Erfolge mit iWitness. Einer späteren Tournee habe er nur unter der Auflage zugestimmt, dass das Regie- und Bühnenkonzept nicht verändert werden dürfe. „Aber das Cameri-Theater wurde neunmal vertragsbrüchig, und so klagte ich sie auf 90.000 Dollar (65.014 Euro). Heuer, bei Alma in Jerusalem, bot ich ihnen eine neue Kooperation an, um den Streit freundschaftlich beizulegen. Aber die Cameri-Crew wurde wieder mehrfach vertragsbrüchig, sodass ich an der Klage festhielt. Jetzt sind sie böse und eifersüchtig auf unseren enormen Alma-Erfolg.“ Im Übrigen, so Manker, sei das Cameri-Theater, das sich mit seinem „biederen Geschmack“ geradezu „prostituiere“, vermutlich „für den Niedergang des israelischen Theaters der letzten Dekade mitverantwortlich“.

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