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174. Münchner Oktoberfest hat begonnen

"Ozapft is"

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174. Münchner Oktoberfest hat begonnen

Mit drei Schlägen hat der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude am Samstag um Punkt zwölf Uhr mittags das erste Fass angezapft und mit dem Ausruf "O'zapft is" das 174. Oktoberfest eröffnet. Bei strahlendem Sonnenschein drängten sich zum Auftakt des weltgrößten Volksfestes Hunderttausende Besucher auf dem Festgelände auf der Theresienwiese. Nach dem Anstich donnerten zwölf Böllerschüsse über das Oktoberfestgelände als Zeichen für die Wiesn-Wirte, dass Bier ausgeschenkt werden darf.

Erste Maß für Stoiber
Vor über 6.000 Gästen im vollbesetzten Schottenhamel-Zelt überreichte Ude die erste Maß traditionsgemäß dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und stieß mit ihm "auf eine friedliche Wiesn" an. "Es ist wirklich schade, dass wir zum letzten Mal eine rein oberbayerische Besetzung haben", sagte Ude in Anspielung auf Stoibers baldigen Rücktritt als Ministerpräsident. "Ich werde im nächsten Jahr einen Franken verköstigen müssen", erklärte der Münchner Oberbürgermeister im Hinblick auf Stoibers designierten Nachfolger Günther Beckstein und die traditionelle Rivalität zwischen Südbayern und Franken.

Zum 14. und letzten Mal zog Stoiber als Ministerpräsident mit seiner Frau Karin und den Festwirten auf blumengeschmückten Wagen auf die Theresienwiese ein. Beim Einmarsch ins Zelt unter Fanfarenklängen erwartete ihn sowohl Applaus als auch vereinzelte Buh-Rufe. "Es war eine wunderbare Zeit, aber alles hat seine Zeit", sagte der scheidende Ministerpräsident. Er freue sich schon, im kommenden Jahr ohne größere Termin-Probleme auf die Wiesn gehen zu können. Der Anstich werde 2008 aber wahrscheinlich ohne ihn stattfinden, damit sein Nachfolger im Mittelpunkt stehe. "Zum Wohlbefinden brauch ich nicht die erste Maß - mir langt auch die sechste oder siebte", sagte Stoiber.

Drei Anzapf-Schläge
Mit drei Anzapf-Schlägen konnte Ude in diesem Jahr seinen Rekord von zwei Schlägen nicht halten. "Der zweite Schlag hätte genügt", erklärte er nach dem Anstich. "Mein Coach hat noch 'Passt schon' gerufen, aber da war der dritte Schlag schon unterwegs." Obwohl er bereits zum 14. Mal anzapfte, habe er vorher noch mal geübt, gestand Ude.

Maß kostet 7,90 Euro
Das größte Volksfest der Welt dauert bis zum 7. Oktober. Insgesamt werden sechs Millionen Gäste aus aller Welt erwartet. Viele Gäste hatten sich schon am frühen Morgen vor den 14 Festzelten angestellt, um bei Öffnung der Eingänge um 09.00 Uhr einen der rund 100.000 Sitzplätze zu ergattern. Der Liter Festbier kostet zwischen 7,30 Euro und 7,90 Euro und ist damit bis zu 40 Cent teurer als im Vorjahr. Auch in diesem Jahr wollen die Münchner Brauereien wieder sechs Millionen Maß Bier, eine halbe Million Hendl und rund 90 Ochsen an die Festbesucher bringen.

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