Video zum Thema Falco-Sonderschau im Wiener Mozarthaus
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Falco-Sonderschau

Amadeus rockt das Wiener Mozarthaus

Sie waren Superstars, sie waren exaltiert - und populär sowieso: Mozart und Falco sind die vielleicht prominentesten Vertreter heimischen Musikschaffens. Vor 30 Jahren widmete der eine dem anderen einen Song: Falcos "Rock Me Amadeus" eroberte im März 1986 die Spitze der US-Billboard-Charts. Zum Jubiläum spendiert das Mozarthaus Vienna dem Welthit nun eine Sonderschau.

Verwechslungsgefahr
Dieser gehört zwar längst zur Kategorie heimliche Bundeshymne, wirklich präsent ist er offenbar aber nicht bei allen. Eine Reporterin, die Passanten bittet, ein paar Takte vorzusingen, bekommt da schon mal "We Will Rock You" zu hören - auch ein Superhit, aber nicht von Falco (sondern von Queen). Auch dass zeitgenössische Bands wie Wanda oder Bilderbuch gerne mit Johann Hölzel in Verbindung gebracht werden, ändert wenig an der Tatsache, dass ein Revival des Falken eher noch aussteht.

Historisches Wissen
Das Wissen kann schon einmal aufgefrischt werden: Das Mozarthaus Vienna beleuchtet in Kooperation mit der Falco Privatstiftung bis zum 16. Mai die Hintergründe des Charterfolgs, wie Kurator und Ex-Falco-Tourneemanager Edek Bartz bei der Präsentation erläuterte. Die Idee kam damals von den holländischen Produzenten Ferdi und Rob Bolland. Falco selbst wollte den Song zunächst aber nicht aufnehmen, berichtete Bartz.

Austropop-Rebell
Und es war keineswegs nur die Musik, die den Hype auslöste - dieser ist auch dem Video zu verdanken, zeigt sich Bartz überzeugt. Die Geschichte vom Rebell Falco, der in einem Popstar der 1780-Jahre eine verwandte Seele entdeckt, ließ sich jedenfalls gut verkaufen, noch dazu, wo das Konzept auf fruchtbaren Boden fiel: Ein Jahr davor hatte Milos Forman mit seinem Film "Amadeus" eine Art Mozartmania ausgelöst.

Prächtige Kostüme
Die prächtigen Kostüme aus der Videoproduktion stehen im Mittelpunkt der im Untergeschoß des Mozarthauses eingerichteten Ausstellung. Sie werden ergänzt von filmischen Dokumenten, originalen Bühnenoutfits und persönlichen Gegenständen, die aus dem Haus Falcos in Gars am Kamp stammen - also etwa Goldenen Schallplatten, Auszeichnungen wie dem "Bravo-Otto", Bassgitarren oder privaten Fotografien. Sehr schön: Eine beschriebene Serviette, auf der die Größen des heimischen Kunstschaffens, also Günter Brus, Hermann Nitsch, Christian Ludwig Attersee und Arnulf Rainer, dem musikalischen Kollegen versicherten, dass sie "angenehm von ina berührt" (sic!) seien.

Segen und Fluch
Der große Hit war für Falco Segen und Fluch zugleich, wie sein ehemaliger Tourneemanager schilderte. Als man den US-Erfolg im kleinen Kreis feierte, habe Falco konstatiert, dass es nun nur mehr bergab gehen könne. Er behielt Recht. Tatsächlich folgte kein weiterer Megahit mehr. Erst das 1998 veröffentlichte Album "Out Of The Dark" geriet wieder zum Bestseller. Was Johann Hölzel nicht mehr erleben durfte. Er war vor dem Release in der Dominikanischen Republik verunglückt.

"Falco hat Mozart seinen allergrößten Hit zu verdanken", begründete der Direktor des Mozarthauses, Gerhard Vitek, das Falken-Engagement. Wobei er auch weitere Parallelen zog: Beide Künstler erlebten die prägenden Jahre in Wien - und hatten ein intensives, aber kurzes Leben.

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