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Beklemmung im Gespensterhaus

Opernkritik

Beklemmung im Gespensterhaus

Benjamin Brittens geniale Kammeroper The Turn of the Screw, die auf einer Geisternovelle von Henry James basiert, erlebte im Theater an der Wien ihre umjubelte Premiere. Erzählt wird die Geschichte einer jungen Gouvernante, die auf einem englischen Landsitz zwei Waisenkinder, Flora und Miles, erziehen soll. Die frühere Gouvernante, Miss Jessel, und der Verwalter Peter Quint, die beide ums Leben gekommen sind, erscheinen als Wiedergänger und versuchen, die Seelen der Kinder an sich zu reißen …

Die edle schwarz-weiße Inszenierung von Robert Carsen erinnert an Filme der 1930er Jahre. Cornelius Meister und das kammermusikalisch besetzte RSO Wien setzen Brittens dichte, beklemmende Partitur perfekt um. Die englische Sopranistin Sally Matthews brilliert in der Rolle der in den Wahnsinn driftenden Gouvernante, die legendäre Mezzosopranistin Ann Murray beeindruckt als Haushälterin Mrs. Grose.

Autor: E. Hirschmann
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