Belgrad macht sich schick für Songcontest

Grand Prix

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Belgrad macht sich schick für Songcontest

In der Belgrader Arena, dem Austragungsort des heurigen 53. Song Contest, ist es seit Wochen lebhaft. Nach rund 200 Technikern aus mehreren europäischen Ländern, die tagelang die Bühne und die ganze Beleuchtung aufbauten - wobei auch Statiker zu Rat gezogen wurden - laufen in der vor vier Jahren fertiggestellten großen Sporthalle mit rund 25.000 Sitzplätzen nun auch die ersten Proben der Contest-Teilnehmer. Das bisher größte Pressezentrum bei einem Song Contest hat in dem etwa ein Kilometer entfernten Sava-Kongreßzentrum ebenfalls die Arbeit aufgenommen. Erwartet werden rund 3.000 Berichterstatter.

Hier sehen und hören Sie ein Preview aller teilnehmenden Bands aus den 43 Ländern plus Übersicht!

Eurovision Song Contest - Belgrade 2008 Preview Player

Drei Finalrunden
Die vom 20. bis 24. Mai laufende Veranstaltung soll heuer entsprechend der Idee des Regisseurs Daniel Cushing, der den Vorschlag für die Bühnendesign machte, den Zusammenfluss der Donau und Sava in Belgrad symbolisieren. Er ist auch auf dem rot-blauen Jahrgangslogo, dem "Confluence of sound", dargestellt. Ein ursprünglich gewähltes Logo, eine Kombination mehrerer Ländersymbole, darunter auch einer Zwetschke, wurde nach öffentlicher Kritik abgeändert.

Vorgehensweise
Nach der Neuregelung vom Oktober 2007 qualifizierten sich heuer lediglich der Gewinner des Vorjahres als Gastgeber - Serbien - und die vier finanzstärksten Mitgliedsländer der Europäischen Rundfunkunion (EBU) - Deutschland , Frankreich, Großbritannien und Spanien - direkt ins Finale. Hinzu kommen nach der Neuregelung die ersten neun Länder aus den beiden Halbfinale am 20. und 22. Mai. Eine Fachjury bestimmt aus jedem Halbfinale noch einen Beitrag. Insgesamt nehmen 43 Nationen teil. Österreich verzichtet heuer auf eine Teilnahme.

Zufall
Die Aufteilung der Länder auf die beiden Halbfinale erfolgte durch die EBU nach dem Auslosungsprinzip bereits am 28. Jänner, wobei die Länder vorher in sechs verschiedene Töpfe eingeteilt wurden. Die Aufteilung erfolgte nach geografischen Kriterien sowie den Erfahrungen der Punktevergaben zwischen den Ländern in den letzten Jahren. So soll das von einigen Seiten als ungerecht empfundene Abstimmungsverhalten, die sogenannten Ost-, Balkan- oder Skandinavien-Connection, eingeschränkt werden.

Belgrad macht sich schick
Die serbische Hauptstadt, in welcher die ganze Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit eigentlich noch immer der soeben abgehaltenen Parlamentswahl und den möglichen Regierungskoalitionen gilt, will sich im schönsten Licht zeigen. Zumal im Februar nach den gewaltsamen Protesten, in welchen eine Person ums Leben kam und mehrere westliche Botschaften und Firmenvertretungen aus Protest gegen die Unabhängigkeit des Kosovo demoliert worden waren, die Abhaltung von Song Contest in Gefahr geriet.

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