19. November 2009 11:12
Paranormal Activity kommt nicht nur bei den Kritikern gut an, sondern
wird vor allem von PR-Strategen als Marketing-Coup gepriesen. Immerhin
kostete der Horrorfilm nur schlappe 14.000 Dollar, spielte aber in den USA
schon 104 Millionen ein. Eine „Marge“, die nach so kurzer Zeit noch kein
Film geschafft hat.
Anteil am „Hype“ von Paranormal Activity hat Catherine Quantschnigg
Sie
ist Wienerin, studierte hier Politikwissenschaften und gelangte über
Zwischenstationen – Gottschalks amerikanische Disney-Show (ZDF) und den
US-Sender Showtime – in die Chefetage von IM GLOBAL, wo sie mittlerweile als
Vize-Präsidentin für die Übersee-Vermarktung von „independent movies“
federführend ist.
Steven Spielberg: „Zeigt den Film so, wie er ist!“
„Bei
DreamWorks sagte man dem Regisseur von Paranormal Activity zunächst, man
könne seinen Film nur als DVD herausbringen, andernfalls müsste man ein
komplettes Remake machen“, schildert Quantschnigg. „Dann schaute sich Steven
Spielberg den Film an und revidierte alles: ,keine DVD, kein Remake, zeigt
den Film so, wie er ist!‘“
Vor allem im Internet wurde Paranormal Activity beworben
„In
eigenen Foren konnte man voten, welches amerikanische College-Städtchen als
nächstes mit einer Filmrolle beschickt werden soll“, schildert Quantschnigg.
So verbuchte man rasch 10 Millionen – meist jugendliche – Besucher.
Der nächste Schritt
Quantschnigg präsentierte Paranormal
Activity beim American Film Market in Los Angeles, zu dem eine „recruted
audience“ (also typische Zuschauer, die beim einen oder anderen Schockeffekt
auch so richtig zusammenzucken) und internationale Einkäufer geladen wurde.
Der Gruselfilm kam blendend an und könnte ab Freitag, 20.11. auch in Europa
ein Hit werden.
Quantschnigg: „So einen Film hat man alle 10 Jahre“
Catherine
Quantschnigg selbst ist kein Horrorfilm-Fan. Aber mit Paranormal Activity
– der „sehr psychologisch und völlig unblutig“ erzählten Story vom Pärchen,
das in einer Vorstadtvilla mit einem nächtlichen Dämon konfrontiert wird –
konnte sie sich anfreunden. Und da sie sich „pro Woche 10 bis 15 neue
Scripts und Movies“ hineinzieht, könne sie mit einiger Sicherheit behaupten:
„So einen Film hat man alle 10 Jahre!“