Che lebt im Kino

Guevara-Film

© Central Film/Senator

Che lebt im Kino

Steven Soderbergh (Oceans 13) will der politischen Figur Ernesto „Che“ Guevara vollends gerecht werden und drehte deshalb gleich zwei Filme über den Revoluzzer, der an Castros Seite kämpfte und später im bolivianischen Hochland den Guerilla-Krieg perfektionierte. Che – Revolución startet diese Woche und behandelt die Zeit der kubanischen Revolution, in der Guevara (überzeugend: Benicio del Toro) vom Arzt zum Kommandeur und schließlich zum Helden der Revolution aufstieg. Che – Guerilla folgt am 24. Juli und zeigt Guevara als Busch-Krieger in Bolivien.

Sehen Sie hier die Bilder des Films und wie verblüffend ähnlich Original (Che) und "Fälschung" (Benicio) ausschauen

diashow

Komplex
Soderbergh nimmt sich viel Zeit für die Skizzierung der faszinierenden Persönlichkeit Ches und findet einen dafür geeigneten, gemächlichen Erzählrhythmus. Der komplexe historische Kontext rechtfertigt die Zweiteilung der Filmbiografie. Soderbergh verweigert sich dabei auch konsequent den Hollywood-Gesetzen, die nach Effekten, Tempo, Action und zugänglichen Dialogen verlangen. Er blickt lieber hinter die Kulissen der Revolution: Das abenteuerliche Leben von Che Guevara fußte auf einer detaillierten Planung. Che – Revolución zeigt, wie viel Organisation dahintersteckt, wenn man eine politische Idee im großen Stil durchsetzen will.
USA/F/E 2008. 131 Min. Von Steven Soderbergh. Mit Benicio del Toro, Demián Bichir.

"Drag Me To Hell" Sam Raimi („Spiderman)“ kehrt zu seinen Ursprüngen als Horrorfilmer zurück.

Horror
Die junge Bankangestellte Christine (Alison Lohman) will Punkte bei ihrem Chef sammeln und lehnt deshalb den Kreditantrag einer geheimnisvollen Zigeunerin (gruselig: Lorna Raver) ab. Doch das hätte sie nicht tun sollen: Die alte Frau belegt Christine nämlich mit einem folgenschweren Fluch, der ihr fortan das Leben zur Qual macht. Drei Tage lang soll Christine von Dämonen verfolgt und gefoltert werden, bis diese sie am dritten Tag in die Hölle verschleppen werden.
Geisterbahn
Raimi inszeniert eine atemberaubende Geisterbahnfahrt auf höchstem Gruselniveau und mit exzellentem Score. Drag Me to Hell markiert eine Rückkehr des Spiderman-Regisseurs zu seinen Ursprüngen: 1981 drehte er mit The Evil Dead einen Horrorfilm, der zum Kult-Klassiker des Genres wurde.
USA 2009. 99 Min. Von Sam Raimi. Mit Alison Lohman, Justin Long, Lorna Raver.

"Tage oder Stunden"

Werbefachmann Antoine (Albert Dupontel) rastet aus: In der Firma schmeißt er einen Auftrag hin, zu Hause, beim Abendessen mit Freunden, stellt er diese bloß, demütigt seine Frau (Marie-Josée Croze) und verlässt die Familie.
Was sind die wahren Gründe für Ausraster?
Lange tappen die Zuschauer in diesem spannenden Bravour-Stück von Jean Becker im Dunkeln, was die wahren Gründe für Antoines Ausraster sind. Tage oder Stunden zeigt – in glänzender Besetzung –, wie ein Dasein in den sogenannten besten Jahren zum Albtraum geraten kann.
F 2007. 84 Min. Von Jean Becker. Mit Albert Dupontel, Marie-Josée Croze.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Live auf oe24.TV 1 / 8

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.