Luftiger Gig

"Crocodile (Boot) Rock" in Ischgl

Pop-Legende Sir Elton John hat in Ischgl auf der 2.300 Meter hoch gelegenen Idalpe rund 22.000 Fans begeistert. Vor allem Klassiker wie "Crocodile Rock", "I'm Still Standing" und natürlich der "Rocket Man" - der Titel seines Best of-Albums zum 60. Geburtstag - durften nicht fehlen. Für die Ischgler sind die oftmals extravaganten Wünsche des Stars keine Premiere. Bereits 1995 gab "Sir Elton" sich im Schnee zum Saisonausklang ein Stelldichein.

Schlangenleder-Eklat
Nach exakt 90 Minuten spielte der Star seinen Fans noch zwei Zugaben. Heuer war der Brite im Wetterglück. 1995 scheiterte das Konzert beinahe an Nebel und schwierigen Bedingungen. 2008 gab es Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen. Eines störte den Sänger allerdings: mit seinen sündhaft-teuren Schlangenleder-Schuhen wollte er nach eigenen Angaben nicht unbedingt in den Schnee treten, da dieser das Leder ruinieren könnte. Überhaupt dürfte er leichte Angst vor dem Schnee gehabt haben, denn er fürchtete, dass ihn die Eiskristallmassen aufgrund seiner ohnehin nicht gerade großen Größe verschlucken könnten.

Das Sofa
Ein spezielles norwegisches Büffelledersofa durfte heuer ebenso wenig fehlen wie extravagante Blumendekorationen und frisches Tiroler Wasser. Zumindest nicht über den Schnee getragen werden musste der Sänger wie noch vor 13 Jahren. Heuer wartete ein speziell umgebautes Pistengerät unmittelbar beim Hubschrauberhangar, um den Star zur Bühne zu bringen.

Publikumsliebling
Neben dem norwegischen Sofa mussten die Ischgler noch weitere Wünsche des Stars erfüllen. Im Backstage-Bereich gab es vier abgetrennte Räume, einen für seine Brillen, einen weiteren für die Kleidung, ein dritter für die Hüte und im vierten Raum war alles zum Relaxen vorbereitet. Ausdrücklich durfte es weder Tulpen noch Nelken geben. Rosen waren angesagt, in Rosa versteht sich.

Einzigartige Location
Bei einer improvisierten Pressekonferenz lobte Sir Elton dann den von malerischen, schneebedeckten Bergen umrahmten Veranstaltungsort als "einzigartige Location". Die Frage nach "700 Millionen Alben" musste der Brite abschwächen, "so viele sind es dann doch nicht". Ob er überhaupt noch einmal eines machen werde, wisse er derzeit noch nicht. Er fühle sich auch nicht als Legende. Er habe das Glück einer fantastischen Karriere gehabt, "ich bin froh, dass ich das alles tun durfte".

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