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Konzertkritik

© Herbert Pfarrhofer

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Cyndi Lauper: Die 80er-Supernova explodierte

Gespanntes Warten auf den Star der angesagten alten Zeit: Cyndi Lauper gastierte mit ihrer aktuellen "Bring ya to the Brink"-Show im Wiener Gasometer. Gegen 21.20 war es dann endlich soweit: Die Schwulen- und Pop-Punk-Ikone hüpfte aus dem dunkelsten Nichts auf die prall erleuchtete Bühne, während ihre Band sowie deren Backgroundsängerinnen bereits Spalier standen. Eine Diva lässt sich eben bitten. Und nicht nur die Band: Auch ihre Fans, eine wild-herbe Mischung aller Altersgruppen (Durchschnittsalter lag bei 40), stylten sich nochmal auf, um auch optisch und emotionell ihrem Star ganz nah zu sein. Da war sie nun, eine - im Grunde in Vergessenheit geratetene - und wieder auferstandene Diva, leicht verkühlt und ein wenig gereizt, da Tonprobleme den Beginn des Gigs gründlich versauten. Unten: Ihre Fans, die es kaum erwarten konnten, sie endlich live zu sehen.

Ein Reigen voller Hits
Sie war gekommen, um ihr neues Album vorzustellen. Ein Dance-Album ist es geworden. 4/4-Beats, Synthie-House-Anleihen: Passt doch als weiterentwickelter Lebensentwurf, hatte sie doch immerhin dem Pop der Achtziger Jahre eine ganz besondere Note verliehen. Der Beginn verlief eher mau, steigerte sich ab ihrem Hit "She Bop" jedoch deutlich. Nach einem kurzen Schimpf-Intermezzo mit dem Tontechniker (ich hätte nicht in seiner Haut stecken wollen), wurde die Vocal-Spur auf Trab gebracht und nun stand einem energetischen Hit-Reigen nichts mehr im Wege. Auch ihre neue Single "Into the Nightlife", ein sonorer Elektrokracher, wurde euphorisch mitgesungen.

Bekannte Melodien
Ein Höhepunkt folgte dem anderen: "All through the night", "I drove all night" oder "Money changes everything" mit kritischem, persönlichen Hint auf die bevorstehende und befürchtete Rezession. Dazwischen - eine schwere Verkühlung und leichte körperliche Angeschlagenheit, die sie mit hypnotischen Bewegungen einfach wegtanzte. Ihr Publikum lag ihr - trotz kleiner Zwischenfälle - allerdings zu Füßen und feierte Lauper ab, als gäbe es kein Morgen mehr. Zwischenzeitlich lief sie sogar in die verschwitze Menge und ließ sich wie ein Baby von den Besuchern halten, während sie sang. Gute eineinhalb Stunden wurden gespielt, den Abschluss bildeten ihre größten Hits "Time after Time", den sie akustisch und ruhig mit einem Zither-ähnlichen Instrument anstimmte sowie natürlich ihre wichtigsten Gassenhauer - "Girls just wanna have fun" und dem schaurig-schönen "True Colours".

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