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Bio-Verfilmung

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Der "Falco"-Film jetzt auf DVD

Der Hype war gewaltig. Am 7. Februar, pünktlich zum zehnten Todestag des Falken, lief Falco – Verdammt wir leben noch! in Österreichs Kinos an. Die Fans standen an den Kassen Schlange. In Summe wurden 165.000 Tickets für die Musikbiografie verkauft, was den Falco-Film zur erfolgreichsten österreichischen Kinoproduktion seit Jahren macht.

Vom Spitzenreiter der Austro-Charts blieb die Produktion freilich weit entfernt. Harald Sicheritz’ Hinterholz 8 mit Roland Düringer lockte seinerzeit 617.000 Fans an. Man darf also vermuten, dass die Produzenten durchaus auf noch bessere Resonanz hofften. Doch der Film hatte Schwierigkeiten, sich im großen Stil durchzusetzen. Besonders schmerzlich: Der Start bei den Berliner Filmfestspielen, die mit einem Musik-Schwerpunkt auftrumpften, blieb Verdammt, wir leben noch! verwehrt.

Aura
Das mag damit zu tun haben, dass der Film trotz großen Engagements auch deutliche Schwächen aufweist. Positiv: Manuel Rubey, der Hauptdarsteller. Er würde zwar keinen Falco-Ähnlichkeitswettbewerb gewinnen, aber es gelingt ihm, die Aura des Falken auszuspielen: Die Mimik, die Gestik, die leicht affektierte Sprache.

Vergnüglich sind die Sequenzen aus Wiens Musik-Szene der Achtziger Jahre, wenn die Hallucination Company aufspielt oder Drahdiwaberl. Enttäuschend beiläufig, fast nebensächlich, wird hinggegen die Entstehung der großen Falco-Songs geschildert. Und in den Szenen zwischen Falco und seiner Mutter oder seiner Ehefrau mutiert der Film manchmal zum faden Fernsehspiel.

Die DVD, exklusiv verkauft bei Saturn und Media-Markt, bietet außer dem Film auch viel Backstage-Material und Interviews.

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