05. März 2009 01:01
© Petro Domenigg/FILMSTILLS.AT
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„Der Knochenmann“: Eine rabenschwarze Krimi-Komödie mit
Sex, Esprit und Grusel-Elementen.
Der Brenner fährt in die Steiermark. Er soll einen Leasingwagen
sicherstellen. Statt des Autos findet er zwielichtige Gestalten, während
andere Zeitgenossen unauffindbar bleiben. Doch in einer Mahlmaschine, in der
Hendlreste zermalmt werden, entdeckt man Menschenknochen ...
Dritter
Teil
Die dritte Verfilmung eines Krimi-Bestsellers von Wolf Haas
entfernt sich meilenweit vom Buch, kommt aber den Figuren nah wie nie zuvor.
Darsteller
Josef
Hader als Brenner ist eine famose Mischung aus Resignation und
Hartnäckigkeit, schlechter Laune und Hoffnung. Er umkreist den sinistren
Hendl-Wirt Löschenkohl (hinreißend verschlagen: Josef Bierbichler), der die
Knochenmahlmaschine am liebsten selbst bedient. Und er spürt ein zartes
Liebessehnen, das von der Wirts-Schwiegertochter (rau, süß und voller
Sehnsucht: Birgit Minichmayr) durchaus erwidert wird.
Unterhaltungskino
Der
Film schaut im Rotlichtmilieu vorbei, rückt ein hinreißend provinzielles
Kostümfest ins Bild und spart nicht mit blutigen Schockmomenten, die den
Coen-Brothers würdig wären. Regisseur Wolfgang Murnberger verbindet all
diese Elemente mit sicherer Hand zu ganz großem Unterhaltungskino.
A
2008. 120 Min. Von Wolfgang Murnberger. Mit Josef Hader, B. Minichmayr, J.
Bierbichler.
„Marley & Ich“ schildert das Leben einer jungen
Familie mit einem Hund.
Ein junges Paar (Owen Wilson und Jennifer Aniston), einstweilen mehr der
Karriere als dem Kinderkriegen zugetan, erwirbt quasi zwecks Training fürs
spätere Familienleben einen Hund. Labrador Marley ist als Baby zuckersüß,
entpuppt sich aber bald als zerstörerischer Temperamentsbolzen, vor dem kein
Sofapolster sicher ist. Seine Menschen halten trotzdem in Liebe treu zu dem
Vierbeiner. Dann kommen Kinder ins Haus, die Zeit vergeht, und schließlich
ist der Hund alt und krank.
Vorhersehbar
Das ist der ganze
Plot von Marley & Ich – mehr Familien-Dokudrama als ein Spielfilm mit
Spannungsmomenten und Konflikten. Doch obwohl die Handlung so vorhersehbar
ist, schafft es der Film, das Publikum bei Laune zu halten. Verdienst dafür
gebührt in erster Linie Marley – oder, exakter, den 22 Hunden, die den
Labrador vor der Kamera darstellten.
USA 2008. 113 Min. Von David Frankel. Mit Owen Wilson, Jennifer Aniston.
„Gran Torino“ mit Clint Eastwood
Er ist ein alter Mann, dem nach dem Tod der Ehefrau nur mehr viel Bier, ein
1972er Ford Gran Torino und etliche Schusswaffen bleiben. Mit letzteren
versucht er, sein Hab und Gut gegen all die asiatischen Bewohner seines
Viertels zu verteidigen.
Amerikanischer Traum
Walt Kowalski
(Clint Eastwood) lebt diese uramerikanische Vorstellung von der
Selbstbestimmtheit, vom eigenen Stück Land. Doch nach und nach öffnet er
sich den vormals verachteten Nachbarn. Clint Eastwood inszeniert und spielt
ein sensibel gezeichnetes Bild der amerikanischen Provinz.
USA 2008.
116 Min. Von Clint Eastwood. Mit Clint Eastwood, Bee Vang, Ahney Her.
"Watchmen"
Der maskierte Rächer Rorschach (Jackie Earle Haley) erfährt nach dem Mord an
einem früheren Kameraden von einem Geheimplan, der zum Ziel hat, alle
Superhelden zu töten. Diesen Plan will er mit einer bunt zusammen
gewürfelten Truppe von einstigen Helden vereiteln. Zack Snyders Verfilmung
des Comics von Alan Moore.
Foto: (c) Petro Domenigg/FILMSTILLS.AT