Der Marlboro-Mann und Barbie als Vorbilder

Neues Buch

© APA, Marlboro

Der Marlboro-Mann und Barbie als Vorbilder

Nie existente Personen, die das Leben nachhaltig prägten: Dieser Außergewöhnlichkeit haben sich jetzt amerikanische Autoren angenommen und ein Buch veröffentlicht, welches sehr schnell zum Kult werden könnte: Eine komplette Sammlung von 101 Personen, die nie gelebt haben. Wichtigster Hauptaspekt - der prägende Einfluss auf die Gesellschaft. Hier sind sämtliche Märchen- und Sagenfiguren, wie auch alle möglichen Roman- und TV-Helden gesammelt.

Vorlage: Reale Personen
Dan Karlan, Computerprogrammierer, Allan Lazar, früheres Mitglied der medizinisch-chirurgischen Fakultät der Universität Columbia, und der Chemiker Jeremy Salter haben ihrer Hitliste daher zwei Kriterien zugrunde gelegt: Die Anzahl der Personen, die durch sie beeinflusst wurden und die Kraft ihrer allgemeinen Vorbildfunktion. Herausgekommen ist ein wunderbar-illusionistisches Nachschlagewerk. Die Autoren besonnen sich dabei schon auf ein anderes Buch: "A Ranking of the Most Influental Persons in History" von Michael Hart.

Die Top 10
Außergewöhnliche Ergebnisse kommen zutage: Platz eins für den Marlboro-Mann, der Werbeikone der wohl größten Tabak-Firma der Welt. Wie keine andere Figur zuvorist er für ein Lebensgefühl von Freiheit und Sinnlichkeit gestanden - im Zuge der zunehmend kritischeren Raucherdiskussion wurde die Figur aber entlassen - in den Köpfen der Menschen ist sie immer noch verhaftet. Platz zwei geht an Big Brother, eine Figur die nie sichtbar ist, sondern durch die bloße heimliche Anwesenheit für Angst und Schrecken sorgt. Von George Orwell erfunden, gibt es mittlerweile zahlreiche Adaptionen der Figur, ob im Fernsehen als Unterhaltungsformat auftretend, oder in Staatsgewalt. Ungewöhnlich - Platz drei für King Arthur. Der legendäre "wahre" König Artus aus der Sage dürfte durch Heldenhaftigkeit und Ritterlichkeit überzeugt haben - wie auch die Suche nach dem heiligen Gral.

Weitere Plätze
Platz 11 für Onkel Tom, der Titelfigur aus dem Roman "Onkel Toms Hütte" von Harriet Beecher-Stowe um einen Sklaven in den USA des 19. Jahrhunderts. Platz 12 geht an Robin Hood - den legendären englischer Volkshelden, der sich für die Armen eingesetzt hatte. Lustig - Micky Maus kommt erst auf Platz 18, Barbie belegt den 43. Platz, der 52. Platz geht an das berühmte Grimm-Märchen "Hänsel und Gretel". Heisst es nicht immer von den Eltern, dass man sich im Wald in Acht nehmen soll?

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